Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

SCHIFFFAHRT: Motorboot fährt in Fähre

Vor der Hafeneinfahrt in Romanshorn ist es zu einer Kollision zwischen einem Mietboot und der Autofähre gekommen. Am Steuer des Motorbootes war ein vierjähriger Knabe.
Christa Kamm-Sager
Die Autofähre Romanshorn beim Verlassen des Hafens. (Bild: Reto Martin (6. April 2006))

Die Autofähre Romanshorn beim Verlassen des Hafens. (Bild: Reto Martin (6. April 2006))

Christa Kamm-Sager

christa.kamm@tagblatt.ch

An schönen Sommertagen ist der Bodensee Ziel für zahlreiche Ausflügler. Wer auf den See will und kein eigenes Boot hat, muss nicht unbedingt auf ein Kursschiff steigen, er kann auch kleine Boote mieten. Auf so einem gemieteten Motorboot waren am Sonntag, kurz nach 14.30 Uhr, auch ein 42-jähriger Vater und sein 4-jähriger Sohn mehrere hundert Meter vor dem Hafen Romanshorn unterwegs, wie gestern bekannt wurde. Der gemütliche Sonntagsausflug nahm allerdings ein jähes Ende, als sich Vater und Sohn plötzlich in der Fahrrinne der Richtung Friedrichshafen ausfahrenden Fähre befanden.

Gefahr den Kapitänen bekannt

Laut bisherigen Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau soll in diesem Moment der Sohn am Steuer des Mietbootes gewesen sein. Der Vater habe zwar noch eingegriffen und das Boot aus der Gefahrenzone bringen wollen, doch er habe eine Kollision nicht mehr verhindern können. Der Kapitän habe vorher zwar noch versucht, das Schiff zu stoppen. Doch die Reaktion sei zu spät erfolgt.

Wie Erich Hefti, Oberkapitän bei der Schweizerischen Bodenseeschifffahrt (SBS), auf Anfrage sagt, seien Kapitäne von Kursschiffen gerade an schönen Tagen sehr gefordert. «Bei Mietbooten passen wir aus Erfahrung im Sommer besonders gut auf», sagt Hefti. Seit 31 Jahren sei er jetzt Kapitän, zu einer Kollision sei es in dieser Zeit aber nie gekommen. «Nur zweimal musste ich einen Vollstopp einleiten, um eine Kollision zu verhindern.Und natürlich musste ich schon x-mal ausweichen und Signal geben.» Obwohl eine Fähre rund 700 Tonnen schwer sei, lasse sie sich recht gut manövrieren. Die Bootsvermieter instruierten in der Regel ihre Kunden sehr genau. Am besten sei es, wenn die Hobbykapitäne «möglichst schnell nach der Hafenausfahrt nach rechts oder links wegfahren und so aus dem Gefahrenbereich kommen».

Der Vater und sein Sohn wurden am Sonntag zum Glück beim Aufprall nur leicht verletzt. Sie konnten selbstständig zum Arzt gehen. Laut Mario Christen, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, wird die genaue Unfallursache nun durch die Thurgauer Seepolizei abgeklärt.

Die Schuldfrage wird von der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen geklärt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.