Schadenswehr trägt Sorge zur Trinkwasserquelle

Für die Schadenswehr Bodensee hat die Bekämpfung von Öl- oder Chemieunfällen oberste Priorität. Mit entsprechenden Alarm- und Einsatzplänen soll die Gewässerqualität des Bodensees sichergestellt werden.

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VADUZ. «Die Qualität des Bodensees ist Grundlage für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts, vor allem aber der Lebensqualität in unserer Region», betonte Amtsleiter Emanuel Banzer vom Liechtensteiner Amt für Bevölkerungsschutz an einer Tagung des Fachbereichs Schadensabwehr der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) in Vaduz.

Gewässerqualität sichern

Um die Gewässerqualität des Bodensees nachhaltig sicherzustellen, müssten die Auswirkungen von Öl- oder Chemieunfällen wirkungsvoll bekämpft werden. Damit wurden in der Schweiz, Österreich und Deutschland die Ortsfeuerwehren der jeweiligen Bodensee-Anrainer betraut. Die Schadensabwehr koordiniert die spezifische Ausbildung der Rettungsorganisationen sowie die internationale Einsatzplanung.

Alle Tagungsteilnehmer waren sich einig, dass die Herausforderungen in der Zukunft durch den immer stärker werdenden Siedlungsdruck, die hohe Bevölkerungsdichte in den Ballungsräumen und die damit verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten nicht geringer werden.

Wasser für 4,5 Millionen

Der Bodensee ist Trinkwasserreservoir für rund 4,5 Millionen Menschen in der Schweiz und in Deutschland. Die IGKB setzt sich durch gemeinsame und koordinierte Anstrengungen für die Reinhaltung des Bodensees ein. Die Sachverständigen sind in Ministerien, Umwelt- und Wasserbehörden sowie der Feuerwehr tätig.

Mit Sorge beobachtet die IGKB die Ufer- und Flachwasserzonen des Sees, die auf grossen Strecken durch Mauern, Aufschüttungen und Nutzungen beeinträchtigt sind – zum Beispiel durch Einrichtungen für Wassersport und Tourismus. (red.)

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