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Sarganserland: Schädel von vermisstem Asylbewerber entdeckt

In Vilters wurde der Schädel eines 32-Jährigen gefunden. Die Polizei hat keine Hinweise auf ein Delikt.
Reto Vincenz
Der Asylbewerber verschwand im August 2018 von «Sonnenberg» in Vilters. (Bild: Urs Bosshard)

Der Asylbewerber verschwand im August 2018 von «Sonnenberg» in Vilters. (Bild: Urs Bosshard)

Es war ein grausiger Fund. Ein Passant stiess am 31. März in Vilters auf den Schädel eines seit August vermissten Asylsuchenden. Wie Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, auf Anfrage des «Sarganserländer» sagt, wurden die Knochen in unwegsamem Gelände entdeckt. Die Kantonspolizei habe anschliessend auch die weiteren Überreste des 32-jährigen Mannes bergen können. Der Einsatz war aufwendig – so musste sich das Alpinkader der Kantonspolizei zum Fundort abseilen.

Auch Suizid kommt in Frage

DNA-Tests haben die Identität des Vermissten bestätigt. Es handelt sich um einen türkischen Staatsangehörigen. Die sterblichen Überreste sind gemäss Schneider dem Institut für Rechtsmedizin übergeben worden, man warte aktuell auf das Gutachten. Es gebe derzeit keine Hinweise auf ein strafbares Delikt, so Schneider. Auch ein Suizid kommt in Frage.

Gemäss «20 Minuten» wurde die Kantonspolizei in kurdischen Medien für ihr Vorgehen im letzten Sommer kritisiert. Sie habe nicht genügend nach dem Vermissten gesucht. Schneider sagt, man habe nach der Vermisstenanzeige am 24.August Abklärungen getätigt, aber keinerlei Anhaltspunkte auf einen möglichen Grund für das Verschwinden gefunden. Nach dem Mann sei gefahndet worden.

Weiter schreibt «20 Minuten», dass im Ausreise- und Nothilfezentrum Sonnenberg nun die Angst umgehe, weil dort das Gerücht die Runde mache, der Mann sei geköpft worden. Schneider sagt, dass es dafür «keinerlei Hinweise» gebe. Der Körper des Mannes habe mehrere Monate im Wald gelegen, was sich entsprechend ausgewirkt habe. Es sei schwierig, nach einer derart langen Zeit aufgrund der Knochenteile auf die Umstände zu schliessen.

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