Sarah Bösch kehrt Wiler Parlament den Rücken

WIL. Nach knapp fünf Monaten im Wiler Stadtparlament hat Sarah Bösch bereits wieder genug. Gestern gab die 33-Jährige bekannt, dass sie aus dem Parlament zurücktreten werde.

Drucken
Teilen
Sarah Bösch parteilose Politikerin (Bild: pd)

Sarah Bösch parteilose Politikerin (Bild: pd)

WIL. Nach knapp fünf Monaten im Wiler Stadtparlament hat Sarah Bösch bereits wieder genug. Gestern gab die 33-Jährige bekannt, dass sie aus dem Parlament zurücktreten werde. «Die aktuellen Entwicklungen in der Stadt Wil, gepaart mit dem teils herrschenden Unwillen auf Seiten der Linken, Gutmenschen und des Stadtrates zu Veränderungen, bereiten mir Sorgen», teilte Bösch gestern schriftlich mit. «Nur eine starke bürgerliche Vertretung im Stadtparlament – eine geeinte Stimme – machen es möglich, hier Gegensteuer zu geben.» Sie habe sich daher entschlossen, aus dem Parlament zurückzutreten, «in der Hoffnung, der lokalen SVP damit zu neuem Schub verhelfen zu können». Bösch will aber als Parteilose weiter politisieren. Insbesondere werde sie sich verstärkt auf ihre Nationalratskandidatur konzentrieren.

Bösch war im Frühling wegen umstrittener Facebook-Kommentare über die St. Galler Polizei in die nationalen Schlagzeilen geraten. Am 12. April war sie von der Kantonspolizei mit über 0,8 Promille am Steuer erwischt worden. Auf Facebook kommentierte sie: «Werde von Polizisten begleitet wie ein Sträfling. Unglaublich, bin geschockt! Krasse Bürokratie.» Am 6. Mai wurde Bösch einstimmig aus der Wiler SVP-Fraktion ausgeschlossen. Bösch hatte kurz zuvor selber ihren Austritt erklärt. Später gab sie ihren Rücktritt aus der SVP Wil sowie der SVP St. Gallen bekannt. (ar)