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"Alpentechnorama" auf dem Gipfel: Der Säntis wird zum Allwetterberg

Um künftig weniger abhängig vom schönen Wetter zu sein, gestaltet die Säntis-Schwebebahn eine interaktive Publikumsattraktion auf dem Gipfel. Baubeginn ist im Sommer.
Karin Erni
Künftig wird das Alpenpanorama auf dem Säntis bei jedem Wetter erlebbar sein. (Bild: PD)

Künftig wird das Alpenpanorama auf dem Säntis bei jedem Wetter erlebbar sein. (Bild: PD)

Der Säntis ist ein Berg der Wetter-Superlative: Hier wird die weltweit längste meteorologische Messreihe einer Bergstation aufgezeichnet. Hier passieren die meisten Blitzeinschläge, hier gab es die grösste je gemessene ­Niederschlagsmenge, und hier fiel am meisten Schnee in der Schweiz. Das seit 1882 bestehende Wetterhäuschen und die sich darum rankenden Geschichten haben Eingang in Literatur und Theater gefunden.

Für die Säntis-Schwebebahn ist das Wetter fast täglich eine grosse Herausforderung. Bei schönem Wetter wird die Destination von Besuchern überrannt. Sind die Prognosen schlecht, bleiben sie aus. Ziel der neuen Unternehmensstrategie des Seilbahnunternehmens ist es, vermehrt wetterunabhängig zu werden. «Es soll sich künftig lohnen, auf den Gipfel zu fahren, auch wenn die Sicht schlecht ist», sagt Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn AG. ­Dafür plant das Unternehmen in den kommenden Jahren grössere Investitionen.

Naturphänomene fassbar machen

Geplant ist ein Rundgang mit vier Themenschwerpunkten: «Wetter», «360-Grad-Panorama», «Faszination Geologie» und «Geschichte der Erschliessung des Säntisgipfels». Die Besucher werden rund um den von der Swisscom genutzten Gebäudeteil geführt. Die Realisierung der verschiedenen Ausstellungsteile erfolgt etappenweise. Als letzte Etappe soll dereinst eine transparente Passerelle gebaut werden, die ungewohnte Ausblicke auf den Gipfel bietet. «Dieser Teil ist jedoch erst angedacht und wird je nach Budget früher oder später realisiert», sagt Vattioni. Entsteht auf dem Säntisgipfel nun eine Art Alpentechnorama? «Jein», sagt Bruno Vattioni. Die Besucher sollen staunen dürfen und werden Spannendes erfahren. Man wolle auf keinen Fall allzu wissenschaftlich daherkommen, sondern die Zusammenhänge auf spielerische Weise greif- und ­erfahrbar machen, so Vattioni. «Im Zeitalter des Smartphones erwartet der Besucher, dass alles interaktiv und selbsterklärend ist.»

So wird auf das trockene Vermitteln von Zahlen verzichtet und stattdessen beispielsweise erklärt, wie viele Badewannen Wasser in einer Gewitterwolke gespeichert sind. Die Ausstellung soll Informationen durch Emotionen erlebbar machen. Sie richtet sich primär an Erwachsene und ältere Kinder. Für die jüngeren Besucher sei eine weitere ­Attraktion geplant. «Was es wird, wollen wir aber noch nicht verraten.»

Ausstellungsprofis aus Österreich am Werk

Als Partner zur Umsetzung des Vorhabens hat die Säntis-Schwebebahn die Firma Idee GmbH aus Innsbruck ins Boot geholt. Diese hat sich bei einer Präsentation gegen eine Schweizer Konkurrentin durchgesetzt. Die Ausstellungsmacher aus Österreich verfügen gemäss Bruno Vattioni über sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet und haben schon ­diverse Ausstellungen, Besucherzentren, Museen, Themenwege und Erlebniswelten im Alpenraum realisiert. Auch mehrere spektakuläre Aussichtsplattformen stammen aus dieser Ideenküche. Eine mit dem Säntis­projekt vergleichbare interaktive Ausstellung ist die neue Schneekristall-Welt auf der Zugspitze im deutsch-österreichischen Grenzgebiet.

Baubeginn nach den Sommerferien

Die ersten beiden Etappen «Wetter» und «360-Grad-Panorama» werden nach den Sommerferien in Angriff genommen und sollen im Herbst fertiggestellt sein. Weil dieser Teil des Gebäudes bisher wenig genutzt wurde, sind die Bauarbeiten für die übrigen ­Betriebsabläufe nicht störend. Im Anschluss wird über den ­Winter das Terrassenrestaurant einer grundlegenden Erneuerung unterzogen, um den Aufenthalt auf dem Gipfel noch attraktiver zu machen.

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