Glosse

Salzkorn

Er ist tief gefallen. Filmstar Johnny Depp taugt nicht mehr zum Frauenschwarm. Doch es gibt Alternativen.

Melissa Müller
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Illustration: Corinne Bromundt

Oh Johnny, was ist nur mit dir passiert? Ist man versucht zu sagen, wenn man sieht, was aus Schauspieler Johnny Depp wurde. Völlig neben der Spur, von Alkohol und Drogen zersetzt, ist er heillos in einen wüsten Scheidungskrieg verstrickt. Zum Frauenschwarm taugt er längst nicht mehr. Doch es gibt Alternativen.

In Nürnberg schwärmen die Frauen von einem Maler, der im 16.Jahrhundert in ihrer Stadt gelebt hat. Etwa bei einem Drink in einer Frauenrunde, kürzlich im Park. «Wenn ich eine Zeitreise machen könnte, würde ich Albrecht Dürer treffen wollen», sagt eine Bewohnerin der bayrischen Stadt. «Er hatte einen guten Humor, machte sich über die Reichen lustig.» Eine Freundin nickt: «Er war eine coole Socke.»

Danach wird darüber diskutiert, wie sich der Künstler, nach dem der «Albrecht Dürer Airport» benannt ist, ein Image schuf. Auf seinem Selbstporträt von 1500 posiert er mit langen Haaren, Bart und Pelz. Mit diesem extravaganten Outfit eckte er damals bei seinen Zeitgenossen an. Und raubt heute jedem Hollywoodstar die Show.