Glosse
Salzkorn

Skirennfahrer sind einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Politiker wie Donald Trump dagegen erleiden kaum je einen Kreuzbandriss.

Jürg Ackermann
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Diese Woche nun hat es Dominik Paris erwischt. Der begnadete Südtiroler Abfahrer rutschte im Training aus, sein Ski blieb im Schnee hängen, das Knie verdrehte sich. Diagnose: Kreuzbandriss. Damit ist der Italiener in guter Gesellschaft. Allein im Schweizer Team erlitten in den letzten zwei Jahren Mélanie Meillard, Carlo Janka oder Aline Danioth das gleiche Schicksal. Auf eine kleine Unachtsamkeit folgte eine mehrmonatige Zwangspause.

Da haben es Politiker besser. Wenn sie ihren Beruf ausüben, ist das Verletzungsrisiko relativ klein. Selbst wenn sie sich wie dieser Tage auf 1500 Metern über Meer bewegen. Nehmen wir Donald Trump: Nach der Landung in Kloten machte er höchstens 200 Schritte bis zum Helikopter, der ihn ans WEF flog. Dort wartete bereits die Limousine, die ihn ins nur wenige hundert Meter entfernte Hotel fuhr. Einen Kreuzbandriss wird sich Trump in diesem Leben kaum mehr holen. Great! Fantastic! Viel wahrscheinlicher ist, dass er sich eines Tages den Daumen zerrt, weil er ihn ständig in die Höhe streckt