Salzkorn
HS für homosexuell: Die Schweizer Armee hat eine neue Abkürzung

Das darf nicht wahr sein: Bis in die frühen 1990-Jahre wurden homosexuelle Angehörige der Armee in der Korpskontrolle erfasst.

Daniel Wirth
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Online - Leben - Kolumnen - Salzkorn

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In der Schweizer Armee gibt es viele Abkürzungen: RS steht für Rekrutenschule, WK für Wiederholungskurs, HG für Handgranate, UOS für Unteroffiziersschule, Flab für Fliegerabwehr, ADS für Aufklärungsdrohensystem, MLT für Leichte und Mechanisierte Truppen und Karusa steht für Kampfrucksack. Diese Abkürzungen sind quasi Teil der offiziellen Terminologie des Heeres.

Es gibt aber auch inoffizielle Abkürzungen. Bundesrätin (BR) Viola Amherd, Chefin des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), geht dem jetzt gründlich nach. Denn bis in die 1990er-Jahre sollen nicht-heterosexuelle Angehörige der Armee (AdA) auf der so genannten Korpskontrolle (Obacht: Nicht KK, das steht für Kriegskommissar) mit HS (homosexuell) gekennzeichnet und fichiert worden sein.

Das darf nicht wahr sein! Als ob die sexuelle Orientierung eines AdA etwas darüber aussagte, ein guter oder schlechter Soldat zu sein. Wer auf die Idee der HS-Fiche kam, ist ein HStHG: Homophober Stahlhelmgrind.

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