SALZKORN
Die Erziehungsdirektorin und ihr Velo

Regierungsrätin Monika Knill lässt sich mit einem Fahrrad malen. Ihre Message ist unmissverständlich.

David Angst
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Die Thurgauer Regierung lässt sich neuerdings malen. Auf dem Gruppenbild ist jedes Regierungsmitglied mit zwei Dingen ausgestattet, welche sein Departement symbolisieren sollen. Monika Knill hält in der einen Hand etwas, was aussieht wie ein Gautschbrief, mit der anderen ein Velo. Der Brief soll wohl Diplome aller Art symbolisieren. Was aber will uns Monika Knill mit dem Fahrrad mitteilen? Sie ist Vorsteherin des Departements für Erziehung und Kultur (DEK).

Nun zeichnet sich das Thurgauer Bildungssystem bekanntlich nicht dadurch aus, dass es besonders viele Maturanden hervorbringt. Die Maturaquote ist eine der tiefsten im Land. Zwar gibt es deswegen gelegentlich politische Diskussionen, und die Industrie beklagt sich über einen Mangel an Ingenieuren. Aber die Leute im DEK sagen sich: Lieber etwas weniger Akademiker, dafür gute. Damit ist klar, was Monika Knills Velo bedeuten soll: Ihr Bildungssystem soll nicht möglichst viele Gymnasiasten ausbilden, sondern möglichst viele Veloprofis. Die Resultate der aktuellen Tour de Suisse scheinen ihr recht zu geben.