Salvatore und Onur kennen sich

Der Arboner Onur ist nicht der einzige Ostschweizer, der als Jihadist kämpft. Vergangenen Herbst, kurz vor seinem 18. Geburtstag, ist auch der St. Galler Salvatore M. nach Syrien in den Heiligen Krieg gezogen. Seine Ehefrau Fatima und deren Tochter sind ihm kurze Zeit später gefolgt.

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Der Arboner Onur ist nicht der einzige Ostschweizer, der als Jihadist kämpft. Vergangenen Herbst, kurz vor seinem 18. Geburtstag, ist auch der St. Galler Salvatore M. nach Syrien in den Heiligen Krieg gezogen. Seine Ehefrau Fatima und deren Tochter sind ihm kurze Zeit später gefolgt. Wie der «Blick» am Samstag berichtete, sollen sich die beiden Männer «bestens kennen». Onur soll dabei der Drahtzieher gewesen sein und den damals minderjährigen Salvatore in einer St. Galler Moschee für den Krieg begeistert haben. Auch im syrischen Exil würden die beiden ein Gespann bilden und mit ihren Familien unter einem Dach leben. Ende vergangenen Jahres sei es zum Zerwürfnis gekommen, heisst es.

Salvatore sei mit seiner Frau und deren Tochter ausgezogen. Er kümmert sich angeblich nun um syrische Flüchtlinge und unterrichtet auch Einheimische in Englisch. Von Kampf, Krieg und Terror hörten Angehörige wenig.

Auch der Ex-Mann von Fatima und leibliche Vater der Tochter äusserte sich im «Blick». Er gehe durch die Hölle, heisst es, und habe seine Tochter seit August 2014 nicht mehr gesehen. Salvatore setze ihr Leben aufs Spiel, sagt er und fleht in WhatsApp-Nachrichten um das Leben seines Kindes. (lom)