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SAK sistiert drei Projekte für Wasserkraftwerke

Thur Die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) sistiert ihre drei Projekte für Kleinwasserkraftwerke an der Thur. Grund dafür ist das angepasste Energiegesetz (EnG) nach der Abstimmung zur Energiestrategie 2050: Wasserkraftwerke mit geringer Leistung erhalten keine Vergütung mehr.

Die SAK ging der Idee nach, an der Thur drei Kleinwasserkraftwerke zu bauen. Seit mehreren Jahre arbeitete das Unternehmen an detaillierten Nutzungsplänen für eine nachhaltige Energiegewinnung. Mit der Energiestrategie 2050 hätten sich die Grundvoraussetzungen für eine wirtschaftlich lohnenswerte Realisierung der drei Kleinwasserkraftwerke geändert, heisst es in einer Mitteilung der SAK. Das Schweizer Stimmvolk stimmte im Mai 2017 dem neuen Energiegesetz zu. Neue Wasserkraftwerke mit einer Leistung von weniger als einem Megawatt werden nicht mehr finanziell gefördert.

Standorte in Ebnat-Kappel und Nesslau-Krummenau

Die drei geplanten Kleinwasserkraftwerke an der Thur fallen in diese Kategorie und könnten daher nicht mehr am Einspeisevergütungssystem teilnehmen, heisst es im Communiqué weiter. Deshalb habe sich die SAK entschieden, die Projekte nicht weiterzuführen und bis auf Weiteres zu sistieren. Die geplanten Standorte befinden sich auf dem Gebiet der Toggenburger Gemeinden Ebnat-Kappel und Nesslau-Krummenau. An den Standorten Oberer Giessenfall und Höggli nahm die SAK detaillierte Messungen und Analysen vor.

Zudem wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Erneuerbare Energie Nutzungs-Gesellschaft (ENG) AG aus Ebnat-Kappel ein weiterer Standort Rücht geprüft. Die erarbeiteten Studien beinhalten technische sowie umweltrelevante Untersuchungen. Im Dezember 2013 reichten die SAK und die Firma ENG AG die drei Projekte beim Amt für Umwelt des Kantons St. Gallen als Konzessionsgesuche ein. (sda)

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