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Sais-Angestellte hatten Migros-Verbot

Verwarnung In den 1950er-Jahren war es den Mitarbeitenden der Sais noch untersagt, in der Migros Einkäufe zu tätigen. Der einfache Grund: Die Genossenschaft verkaufte keine Öle und Fette des Unternehmens. Also wurde den Sais-Mitarbeitern ein Migros-Boykott indoktriniert. Wurde Angestellten dennoch der Einkauf in einer Migros-Filiale nachgewiesen, setzte es eine scharfe Verwarnung für sie ab, wie sich ehemalige Sais-Mitarbeiter erinnern. Um ihre Produkte an die Frau zu bringen, wurden Werbeslogans wie dieser entworfen und auf Plakate gedruckt: «Jede Hausfrau weiss, wenn Öl und Fett – dann Sais!». Das Unternehmen hatte auch eine Abnehmerin, die es nicht mit Werbung ansprechen musste: die Schweizer Armee. In deren Auftrag besorgte die Sais auch Saatgut, das extern gelagert wurde – für den Kriegsfall. Die Sais erhielt dafür Geld vom Bund.

Für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führte die Sais in Horn viele Jahre einen Personalladen, in dem zu vergünstigten Konditionen Produkte aus dem Unilever-Konzern angeboten wurden. Der Laden war ein- bis zweimal pro Woche für mehrere Stunden geöffnet und sehr beliebt. (dwi)

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