Rotes Kreuz hilft bei Suche

Als Folge von Kriegen, Konflikten, Katastrophen und anderen Umständen suchen weltweit Hunderttausende Menschen nach ihren Angehörigen. Zum Teil haben sie seit Jahren keine Informationen von ihnen. Das Rote Kreuz unterstützt Menschen, die den Kontakt zu ihren Nächsten verloren haben.

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Als Folge von Kriegen, Konflikten, Katastrophen und anderen Umständen suchen weltweit Hunderttausende Menschen nach ihren Angehörigen. Zum Teil haben sie seit Jahren keine Informationen von ihnen. Das Rote Kreuz unterstützt Menschen, die den Kontakt zu ihren Nächsten verloren haben. Der Suchdienst des Schweizerischen Roten Kreuzes bearbeitet jährlich 400 Suchanfragen. Über 50 Prozent der Nachforschungen können erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Ungewissheit belastet

Nach dem bewaffneten Konflikt auf Sri Lanka im Mai 2009 seien 2600 zusätzliche Anfragen eingetroffen, sagt Nicole Windlin, Leiterin Suchdienst des Roten Kreuzes. Alle von Personen, die in der Schweiz wohnen und zum Teil seit Monaten keinen Kontakt mehr zu ihren Angehörigen in Sri Lanka hatten. «Diese Ungewissheit ist belastend, da immer auch mit dem Schlimmsten gerechnet werden muss», sagt Nicole Windlin. «Häufig haben die Suchenden Schuldgefühle, da sie weggingen von Zuhause und nun nicht vor Ort helfen können.» Heute sind von der Schweiz aus noch 130 Personen in Sri Lanka vermisst gemeldet.

Beschluss des Bundesrats

Vergangene Woche beschäftigte sich auch die Politik mit dem Thema: Die Schweiz trat dem Internationalen Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen bei. Jedes Verschwindenlassen sei «eine nicht zu rechtfertigende Menschenrechtsverletzung», hielt der Bundesrat fest. Die Vereinbarung tritt am 23. Dezember in Kraft. (rw)

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