Rote Zora, Ratten und Radau

GOSSAU. Rotes, wildes Haar – das passt zur Roten Zora. Bis Ende Oktober wird ihre Geschichte 250mal im Zirkuszelt des Walter-Zoos erzählt: Eine spannende Geschichte mit Charme und Artistik.

Rita Bolt
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Die Rote Zora lässt im Zirkuszelt des Gossauer Walter-Zoos die Ratten «tanzen». (Bild: Urs Jaudas)

Die Rote Zora lässt im Zirkuszelt des Gossauer Walter-Zoos die Ratten «tanzen». (Bild: Urs Jaudas)

Die Zirkusbesucher sitzen mitten im Geschehen. Das vom Polizisten bewachte Gefängnis befindet sich in den Zuschauerreihen, der Krämerladen Ludowig in der Höhe. Die Rote Zora und ihre Bande wechseln immer wieder die Schauplätze. Die Kulisse verwandelt sich während der einstündigen Vorstellung mehrere Male. Und gross und klein staunen über die Originalität und die überraschenden Szenenwechsel.

Temporeiche Jonglage

Nachdem die Rote Zora und ihre Bande im Krämerladen Lebensmittel gestohlen haben, ist der Polizist hinter ihnen her. Er ist kein «Meisterpolizist», aber ein «Meisterjongleur», wie die Rote Zora auch. Die beiden liefern sich ein temporeiches Jonglage-Duell mit Keulen. Die Bandenchefin macht aber auch vor den kleinen farbigen Bällen nicht halt, die sie in der Burg gekonnt durch die Luft wirbelt. Ihre Gspändli beweisen ebenfalls, dass sie keine Angeber sind: Mit einer akrobatischen Seil-Nummer unter der Zirkuskuppel und kräfteraubenden Handständen auf dem Brunnen vor der Burg. Artistik und Komik zeigt auch der siebenjährige Anio Rivas, der die Herzen des Publikums im Nu erobert. Gross und stark ist der Fischer Gorian, der den wilden Jungen Fische bringt und der ganzen Welt beweist, wie kräftig er ist: Er hebt gleich die ganze Bande in die Höhe. Kunststücke vorzeigen können aber nicht nur die Artisten, sondern auch Xantos, der zottlige Hund. Oder die Ratten, die flink in Einerkolonne von einem Körbchen ins andere unterwegs sind und dem Skelett in der Schatzkammer Beistand leisten. Denn die Bande ist auf der Suche nach einem Schatz.

Auf Schatzsuche

«Die Rote Zora» ist die 19. Geschichte, die in der Reihe «Märchenwelt im Zirkuszelt» gezeigt wird. Die Gesamtverantwortung hat Gabi Federer Greulach. Die Rote Zora spielt ihre Tochter Jeannine Federer, welche die vergangenen zwei Jahre mit einem holländischen Zirkus unterwegs war. Die ausgebildete Artistin spielt ihre Rolle mit viel Charme und Gespür für die Kleinsten, damit sie bei furchterregenden Szenen keine Angst haben. Denn auf der Suche nach dem Schatz begegnen Zora und die Bande einer seltsamen Kreatur. Das Premiere-Publikum am Samstag bot Standing Ovations. Gestern war das Zirkuszelt – es fasst 700 Besucher – beide Male ausverkauft.

Bis 22. Oktober täglich um 15 Uhr, sonntags zusätzlich um 11.30 Uhr. Freitag spielfrei ausser Schulferien.

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