Romanshorns Zukunft liegt am Hafen

Romanshorn hat eine grosse Vergangenheit als Verkehrsdrehscheibe. Und Romanshorn kann eine grosse Zukunft haben.

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Romanshorn hat eine grosse Vergangenheit als Verkehrsdrehscheibe. Und Romanshorn kann eine grosse Zukunft haben. Dieser Meinung jedenfalls sind rund 100 Romanshorner, die sich Anfang Jahr freiwillig gemeldet haben, um mit Stadtentwicklerin Nina Stieger und externen Fachleuten darüber nachzudenken, in welche Richtung sich die Hafenstadt entwickeln soll.

Das Ergebnis der teilweise heftigen Diskussionen sind 19 einstimmig verabschiedete Leitsätze der Workshopteilnehmer, die sie am Samstag der Öffentlichkeit vorstellten. Die Kernaussagen sollen dem Stadtrat den Weg weisen. Sie zeigen: Romanshorn eröffnen sich vor allem dort Perspektiven, wo sich bereits in den Boomjahren um 1900 das Leben abspielte: am Wasser.

Impulse für Kultur und Bildung

So heisst es in einem der Leitsätze, dass «Wasser Impulse für Kultur und Bildung setzt». Ein anderer hält fest: «Rund um den Hafen entwickelt sich ein Begegnungs- und Erlebnisraum für die Öffentlichkeit.» Oder: «Der Knotenpunkt am Hafen strahlt in die Region aus», indem Unterkünfte für die ganze Bodenseeregion geschaffen werden.

Vorgängig gelöst werden muss allerdings vor allem ein Problem: Die Bahnschienen riegeln den See von der Stadt ab. Es braucht bessere Verbindungen, fordern darum die Workshopteilnehmer. Langfristig vor allem mit Blick auf das Gebiet am See zwischen den Massivlagerhäusern und dem Naturschutzgebiet an der Grenze zu Salmsach. Dort könnte in ein paar Jahrzehnten ein neuer, urbaner Stadtteil von Romanshorn entstehen: «Es ist eine riesige Chance.»

Kultlokale und Stadtplatz

Bessere Verbindungen wären aber auch schon früher von Vorteil: Das Areal ist so gross wie die bestehende Kernstadt und bietet sich an als Standort für ein «Kultur- und Unterhaltungsangebot mit regionalem Einzugsgebiet». Die Rede war von «Kultlokalen», die eröffnet werden sollen. Es gibt keine Wohnungen, weshalb Lärm eher kein Problem ist.

Im Zentrum soll man gleichzeitig wohnen, arbeiten und ausgehen können. Um es attraktiver zu machen, schlagen die Teilnehmer einen Stadtplatz in der Kreuzung von Allee- und Bahnhofstrasse vor. Ziel: «Hafen und Stadtkern bilden ein einladendes Zentrum mit Herz.» (mso)