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ROMANSHORN: Stadtentwicklerin zieht sich zurück

Nina Stieger hat ihr Vollzeitpensum auf vierzig Prozent reduziert. Die Hintergründe dieser Veränderung in der Stabstelle für die Stadtentwicklung sind unklar.
Nina Stieger (Bild: Andrea Stalder)

Nina Stieger (Bild: Andrea Stalder)

Die Kritik hat offenbar Konsequenzen nach sich gezogen. Schon seit mehreren Monaten werden seitens der Bevölkerung Tadel und Missbilligung gegenüber der Stabstelle Stadtentwicklung laut. Und wie jetzt bekannt wird, hat die Verantwortliche Nina Stieger das Pensum dezimiert und den Arbeitsort nach Frauenfeld verlegt. Zumindest ist das so auf ihrem Facebook-­Account zu lesen.

Auf Nachfrage bei der Stadt heisst es: «Wir können bestätigen, dass Frau Stieger auf vierzig Prozent reduziert hat. Sie wird sich in diesem Beschäftigungsgrad um den Abschluss der beiden wichtigen Themen Revision Rahmennutzungsplan sowie Kommunaler Richtplan kümmern.» Zusätzliche Arbeiten wie die Begleitung von Projekten der Stadt oder von privaten Investoren seien im bisherigen Umfang nicht mehr möglich. «Wie diese Leistungen künftig erbracht werden sollen, wird von Fall zu Fall entschieden.» Stadtschreiberin Bettina Beck weist abschliessend darauf hin, dass sie zu den weiteren beruflichen Engagements von Frau Stieger keine Auskunft geben könne.

Hintergründe bleiben unklar

Die genauen Hintergründe bleiben denn auch unklar. Am Freitag und gestern Montag war Nina Stieger für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Auf Anfrage bei der Stadt Frauenfeld wird die ­Redaktion am Rande darüber informiert, dass sie im Amt für Hochbau und Stadtplanung tätig sei.

Nina Stieger hat ihre Stelle im ­April 2013 angetreten, dies mit vielen Vorschusslorbeeren. Die Stadtentwicklerin arbeitete eng mit dem früheren Bauverwalter Patrick Sieber zusammen, dem damaligen Gemeinderat Danilo Clematide und Stadtpräsident David H. Bon. Applaus gab es insbesondere für den überarbeiteten Richtplan im Jahr 2015. Doch das positive Echo sollte nicht von Dauer sein. Anwohner taten ihre Abneigung in Leserbriefen kund. «Die Stadt verpulvert Steuergelder, Zigtausende von Franken für die Planung abgehobener Projekte, welche die Bürger dann ablehnen», heisst es in einem.

Ein anderer hat Luftschlösser zum Gegenstand. «Nach Jahren der endlosen Diskussionen wäre ein Marschhalt angebracht. Einsparungen sollten umgehend eingeleitet werden.»

Budgetgemeinde: Bürger wollen Stelle streichen

Die Bevölkerung hat schliesslich an der letzten Budgetgemeinde sämtliche Projekte der Stadtentwicklung gestrichen. Faktisch wurde der Stadtplatz verworfen, indem kein Geld für einen Investorenwettbewerb zur Verfügung gestellt wurde.

Auch nichts wird es mit der geplanten neuen Linienführung des Busses im Zentrum. Das Projekt hatte über eine Petition für rote Köpfe gesorgt. Gleiches gilt für das neue Parkplatzregime. Die Stimmbürger kürzten auch bei Impulsprojekten respektive Projektkosten.

Zur Diskussion stand am Ende sogar, die Stelle der Stadtentwicklerin aufzuheben. Romanshorn lebe über seine Verhältnisse und spiele unnötigerweise den Musterknaben, sagte ein Mann. Es sei jetzt genug.

Tanja von Arx

tanja.vonarx@thurgauerzeitung.ch

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