Romanshorn, Horn und Uttwil ziehen nach: Weitere Oberthurgauer Gemeinden sperren wegen Corona grosse Parkplätze am See

Um die Masse an Personen über die Ostertage möglichst klein zu halten, hat die Stadt Arbon bereits die Sperrung von Parkplätzen am Bodensee angekündigt. Dem Beispiel folgen nun auch die Stadt Romanshorn sowie die Gemeinden Uttwil und Horn. 

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Um Massenansammlungen zu verhindern: Die Städte Arbon und Romanshorn sowie die Gemeinden Uttwil und Horn sperren grosse Parkplätze am Bodensee.

Um Massenansammlungen zu verhindern: Die Städte Arbon und Romanshorn sowie die Gemeinden Uttwil und Horn sperren grosse Parkplätze am Bodensee.

Bild: Donato Caspari

(pd/lex) Perfektes Frühlingswetter würde an einem normalen Osterwochenende Hunderte Besucherinnen und Besucher an den Bodensee locken. Dieses Jahr ist wegen des Coronavirus alles etwas anders. Die Restaurants sind geschlossen, die Kursschiffe und Pedalos auf dem Bodensee bleiben im Hafen, die Grillplätze sind leer.

Der Aufruf des Bundesrats möglichst zuhause zu bleiben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, gilt auch über die Ostertage. Am vergangenen Wochenende wurden am Bodensee allerdings viele Kontrollschilder aus Kantonen fernab der Ostschweiz gesichtet. «Es ist anzunehmen, dass auch über Ostern etliche Gäste von auswärts an den Bodensee fahren möchten», schreibt der Regionale Führungsstab Oberthurgau in einer Mitteilung vom Mittwochabend. Die Gemeinden Rorschach, Goldach und Rorschacherberg haben zu Beginn der Woche entschieden, die Parkplätze am See zu sperren. Deshalb sei anzunehmen, dass Gäste aus Bern, Zürich oder der Zentralschweiz auf die Parkplätze im Oberthurgau ausweichen würden. 

Um dem entgegenzuwirken, haben die politischen Gemeinden im Bezirk Arbon unter dem Dach des Regionalen Führungsstabs RFS Oberthurgau nun die Schliessung der grösseren Parkplätze am Seeufer beschlossen.

«Entsprechend werden Parkplätze in den Städten Arbon und Romanshorn sowie in den Gemeinden Uttwil und Horn gesperrt, um einen Überlauf aus dem Kanton St.Gallen zu verhindern und einer Massenansammlung von Wochenendtouristen aus anderen Kantonen entgegenzuwirken.»

Seeufer weiterhin passierbar

Gemäss dem Führungsstab bleibt das Seeufer weiterhin geöffnet. Passierbar bleiben auch die Spazier- und Radwege am See entlang. «Einheimische sollen so weiter die Möglichkeit für einen Spaziergang direkt vor der Haustüre haben.» Parkplätze, die geöffnet bleiben, sollen des Weiteren den Einheimischen, Bootsbesitzern und Jahresmietern auf den Campingplätzen den Besuch ermöglichen. Zudem werden Securitas-Mitarbeiter stark frequentierte Plätze im gesamten Oberthurgau kontrollieren und Gruppen von mehr als fünf Personen auflösen. 

Campingplätze nur noch für Jahresmieter geöffnet

Wie es weiter in der Mitteilung heisst, sind Campingplätze nur noch für Dauermieter mit einem Jahresplatz zugänglich. «Tagestouristen dürfen die Campingplätze nicht mehr besuchen.» Ausserdem seien die Gästeplätze an den Häfen im Thurgau für ausländische Gäste gesperrt. Dies, weil die Grenzen geschlossen sind. 

Wichtige Infos zum Coronavirus für den Oberthurgau werden auf der Website des Regionalen Führungsstabs, www.rfs-oberthurgau.ch, aufgeschaltet.

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Rudolf Hirtl/Jolanda Riedener