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Rolls-Marke nun ohne Makel

LIECHTENSTEIN. Philatelie Liechtenstein hat eine Briefmarken-Serie mit Oldtimern herausgegeben. Beim Rolls-Royce fehlte der Bindestrich. Nun erhielt jeder Abonnent neue Marken mit Bindestrich.
Günther Meier
Die Oldtimer-Briefmarke mit dem fehlenden Bindestrich. (Bild: pd)

Die Oldtimer-Briefmarke mit dem fehlenden Bindestrich. (Bild: pd)

Zwischen der Sondermarke mit Fürst Hans-Adam II. zum 25. Regierungsjubiläum, den Bergkapellen in Weihnachtsstimmung, der Gemeinschaftsausgabe mit Singapur und vier Briefmarken mit chinesischem Porzellan aus der fürstlichen Schatzkammer tauchte bei der jüngsten Briefmarken-Ausgabe des Fürstentums Liechtenstein auch ein Rolls-Royce auf.

Philatelisten fiel sofort auf, diesen Oldtimer schon gesehen zu haben. Richtig, der Rolls-Royce mit der Wertstufe 85 Rappen – für Briefsendungen der B-Post – stammt aus der Sonderserie «Limousinen» mit vier Wertstufen, die am 1. September 2014 zur Ausgabe gelangt war.

«Fehlerteufel» hat zugeschlagen

Die beiden Rolls-Royce-Briefmarken unterscheidet ein kleines Detail. Bei der ersten Ausgabe war der Bindestrich zwischen Rolls und Royce vergessen gegangen, ohne dass jemand vor dem Druck etwas bemerkt hatte. Auf dem Nachdruck erscheinen nun die Gründer der Nobelmarke, Charles Stewart Rolls und Frederick Henry Royce, mit dem Bindestrich vereint. Der «Fehlerteufel» habe zugeschlagen, gab Philatelie Liechtenstein zerknirscht bei der Herausgabe des Nachdrucks zu verstehen. Da es sich um einen Markennamen handle, sei es unerlässlich, «dass dieser Mangel korrigiert wird».

Alle Abonnenten von Briefmarken der Philatelie Liechtenstein erhielten die korrigierte Fassung – und sind nun im Besitz von zwei praktisch identischen Briefmarken, die nur ein kleines Detail unterscheidet. Der Oldtimer ohne Bindestrich war bereits nach Bekanntwerden bei der Post und den anderen Verkaufsstellen aus dem Verkehr gezogen worden.

Keine Kompromisse

Den Bindestrich-Fehler hatte der Besitzer des Oldtimers bemerkt, nachdem ihm ein Exemplar überreicht worden war. In einem Schreiben an die Philatelie monierte er den «sehr bedauerlichen Fehler» und verlangte eine Korrektur – mit der Begründung: «Die fehlerhafte Anführung eines weltbekannten Namens und einer weltbekannten Marke wird weder den von Ihnen hergestellten Briefmarken noch der Reputation von Rolls-Royce gerecht, da gerade Rolls-Royce für herausragende Qualität ohne Kompromisse steht.»

Ein Auto für die Angebetete

Der auf der Briefmarke abgebildete Rolls-Royce Phantom II mit dem Baujahr 1933 verfügt neben der turbulenten Briefmarken-Ausgabe auch über eine interessante Entstehungsgeschichte. Der Amerikaner C. Matthew Dick habe beabsichtigt, eine «schöne junge Frau» aus vornehmer Herkunft zu heiraten, schreibt Philatelie Liechtenstein. Dick wollte seiner Angebeteten ein Auto schenken, das die Welt noch nie gesehen habe. Als der von Rolls-Royce und den Karosserie-Spezialisten von Brewster & Company geschaffene Wagen aus dem Werk rollte, wurde es als «automobiles Kunstwerk» bezeichnet. Gut drei Jahrzehnte später wurde dem Meisterwerk die Auszeichnung «The most beautiful Rolls-Royce ever built» verliehen. Und nun ziert er sogar zweimal eine Briefmarke in Liechtenstein.

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