Kolumne

Roland Wälter setzt sich lautstark für Ruhe in Diepoldsau ein

Kein «Pickerl» mehr zwischen Hörbranz und Hohenems. Am Sonntag schafft Österreich die Maut auf dieser Strecke ab. Zum Unmut von fünf Gemeindepräsidenten. Unter ihnen Roland Wälter, der sich für sein Diepoldsau stark macht.

Katharina Brenner
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24 Jahre Gemeinderatsschreiber, seit 11 Jahren Gemeindepräsident: Roland Wälter setzt sich für Diepoldsau ein.

24 Jahre Gemeinderatsschreiber, seit 11 Jahren Gemeindepräsident: Roland Wälter setzt sich für Diepoldsau ein.

(Bild: Remo Zollinger)

Auf Sonntag freut sich Roland Wälter ganz bestimmt nicht. Dann kommt die Mautbefreiung zwischen Hohenems und Hörbranz. Und mit ihr mehr Verkehr nach Diepoldsau – so die Befürchtung des Gemeindepräsidenten. Gemeinsam mit seinen Kollegen aus Oberriet, Altach, Lustenau und Hohenems kämpft Wälter gegen die Aufhebung der Mautpflicht. Sie wollen bis vor den Europäischen Gerichtshof ziehen und haben Proteste angekündigt. Wälter setzt sich ein für sein Dorf, und das nicht erst, seit er 2008 zum Gemeindepräsidenten gewählt wurde. Damals war er 49 und hatte fast die Hälfte seines Lebens als Gemeinderatsschreiber von Diepoldsau gearbeitet, ganze 24 Jahre lang.

Aufgewachsen in Marbach hatte es Wälter erst nach Bronschhofen und dann zurück ins Rheintal nach Diepoldsau gezogen, wo er mit seiner Familie lebt. Seit einigen Jahren ist er auch Präsident des Zweckverbands Rheintaler Binnenkanal.

Wälter setzt auf Transparenz. Auf Anfrage eines Bürgers legte der FDP-Politiker 2015 an der Bürgerversammlung ohne Zögern seinen Lohn offen: 190000 Franken Grundgehalt für seine 100 Stellenprozente pro Jahr. Besonders schön an Diepoldsau finde er das Naherholungsgebiet am Alten Rhein, sagte Wälter einmal. In der Natur fühlt er sich wohl – fernab vom Verkehr.

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