Rodungen und Bauarbeiten an Rheindämmen

ST. MARGRETHEN. Experten haben im Rahmen des Hochwasserschutzprojekts Rhesi im vergangenen Jahr die Stabilität der Hochwasserdämme am Alpenrhein vertieft untersucht.

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ST. MARGRETHEN. Experten haben im Rahmen des Hochwasserschutzprojekts Rhesi im vergangenen Jahr die Stabilität der Hochwasserdämme am Alpenrhein vertieft untersucht. «Dabei wurden Dammabschnitte erkannt, die noch vor der Ausführung des Projekts Rhesi optimiert werden müssen», heisst es in einer Mitteilung der Internationalen Rheinregulierung. Die Verbesserungen werden auf Abschnitten in Kriessern, Diepoldsau, Oberriet und Meiningen sowie von Höchst bis Hard umgesetzt.

Pisten für Baumaschinen

Zu den aktuellen Massnahmen zählen Rodungen und der Bau von sogenannten Interventionspisten. «Interventionspisten ermöglichen die Zufahrt und Kontrollmöglichkeit des Dammes bei Hochwasserereignissen. Damit können wir im Ernstfall mit schweren Baumaschinen den Damm verteidigen. Die Pisten verbessern auch die Dammstabilität», erklärt Dieter Vondrak, der österreichische Rheinbauleiter.

Von 3100 auf 4300 Kubikmeter

Die Rheinregulierung muss sicherstellen, dass innerhalb der Dämme ein Hochwasser mit 3100 Kubikmetern Wasser pro Sekunde schadlos abgeleitet werden kann. Experten bezeichneten diese Hochwasserhöchstlast schon vor Jahren als längerfristig ungenügend. Deshalb haben die Bundesbehörden in Bern und Wien den Auftrag erteilt, mit dem Projekt Rhesi den Hochwasserschutz für das Rheintal dringend zu verbessern. Nach der Projektumsetzung von Rhesi soll dann ein Hochwasserereignis mit bis zu 4300 Kubikmetern pro Sekunde im Rheintal sicher abfliessen können. (red.)

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