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Roboter machen Überstunden in der Kantonalbank

Digitalisierung In der St. Galler Kantonalbank haben Roboter einen Auftrag erledigt, für den sonst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Wochenende lang mit eher nervtötender Arbeit beschäftigt gewesen wären. Roboter in der Bank? Schnell wird klar, die Bilder von menschenähn­lichen Konstruktionen mit mechanischen Greifarmen sollte man vergessen. Eingesetzt wurden Software-Roboter. Sie unterscheiden sich von normalen Programmen, weil sie Tätigkeiten übernehmen, die sonst nur Menschen ausführen können: Beispielsweise das Ausfüllen eines Formulars auf dem Bildschirm mit Daten aus einem anderen System.

Optisch sieht dies aus, wie wenn auf einem Monitor die Demo­version eines Computergames abgespielt wird: «Ein Cursor bewegt sich selbstständig auf dem Bildschirm», beschreibt Felix Buschor, Bereichsleiter Service Center und Mitglied der SGKB-Geschäftsleitung, die sichtbare Wirkung. Die Aufgaben, die die Roboter erfüllen sollten, liessen sich klar eingrenzen: Die SGKB hatte im November 2017 das Privatkundengeschäft der M.M. Warburg übernommen. Nun mussten rund 5000 Kundenpositionen in das eigene System übertragen werden – und das innert kurzer Frist.

Nur wenige Fehler gefunden

Man hätte nun eine Softwareschnittstelle zwischen den beiden nicht kompatiblen Systemen programmieren können, erklärt Buschor. Doch diese Lösung wäre um einiges teurer gekommen. Der übliche Weg wäre gewesen, fünf bis sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank zu Überstunden zu verpflichten. Sie hätten an einem Wochenende den Wertschriftenbestand jedes einzelnen Kunden aufrufen und die Angaben in das SGKB-System übertragen müssen. Eine rein repetitive Tätigkeit, die trotzdem viel Konzentration erfordert.

Die Bank entschied sich für den Einsatz der programmierten Helfer: Die Roboter benö­tigten für die Arbeit insgesamt 225 Stunden und erledigten ihren Auftrag technisch erfolgreich. Dies belegten die Kontrollen der eingegebenen Daten, bei denen nur einige wenige Fehler gefunden wurden. (sda)

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