Kolumne

Lü: Risikopersonen im Alpstein schützen

Silvan Lüchinger schreibt in seiner Kolumne «Lü» über die vergangene Woche und fasst zusammen, was ihm dabei ins Auge gestochen ist.

Silvan Lüchinger
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Silvan Lüchinger.

Silvan Lüchinger.

Bild: Coralie Wenger

Daran wird nicht mehr gerüttelt: Der zweite Wahlgang zur vollständigen Besetzung der St.Galler Kantonsregierung findet am 19. April statt. Gewählt werden kann allerdings nur schriftlich. Nun gibt es Leute, die nicht zum Briefkasten gehen können oder wollen. Damit auch sie ihr Wahlrecht wahrnehmen können, hat die Staatskanzlei ein paar hundert Brieftauben angeschafft. Sie können ab sofort unentgeltlich bestellt werden. Auf Wunsch werden Tauben in den bevorzugten Parteifarben geliefert. Die Staatskanzlei bittet darum, die Vögel nach Gebrauch nicht in den Notvorrat zu legen.

Der St.Galler Kantonsrat wird die Session im Mai und wohl die Junisession in einer Olma-Halle abhalten. Die Stallungen bleiben aber geschlossen. Ochs und Esel nehmen an den Beratungen teil.

Halten die Schweizerinnen und Schweizer die Coronavorschriften des Bundesrates ein? Die Polizei kontrolliert da und dort – und taucht manchmal auch Orten auf, wo man sie nicht erwartet. So heisst es in einem Tagesrapport der Kapo St.Gallen: «Etliche Selbstbedienungsautowaschanlagen waren geöffnet und wurden von Polizei allesamt geschlossen.» Darum sei daran erinnert: Autowaschen in einer Selbstbedienungsautowaschanlage ist verboten. Autowaschen zu Hause in Selbstbedienung aber ist erlaubt. Ist nun Autowaschenlassen zu Hause durch die Kinder Selbstbedienung in einer Anlage oder nicht?

Eine beschränkte Gebührenpflicht für Parkplätze gab es in Wasserauen schon bisher. Jetzt wird sie ausgedehnt – aufs ganze Jahr und rund um die Uhr. Die Neuregelung gilt ab sofort. Anders ausgedrückt: Wenn die Deppen das Wandern im Alpstein schon nicht lassen können, dann sollen sie auch dafür zahlen. Man muss vom Ostergeschäft retten, was zu retten ist.

Zuerst war es das WC-Papier, dann das Mehl und zuletzt die Hefe. In den vergangenen Tagen scheint sich das Phänomen der Hamsterkäufe etwas beruhigt zu haben. Aber das ist nur auf den ersten Blick so. Die Angestellten der Landi Thurland in Islikon erleben das Gegenteil. Zahlreiche Kunden nutzen das Angebot und bestellen online, holen die Ware dann aber über Tage nicht ab. Das nennt sich dann online hamstern und auswärts lagern.

Ein Rheintaler hat per Whats- app zur Ausrottung von Menschen aus Osteuropa aufgerufen – aber erst nachdem man sie vorher noch zusammengeschlagen hat. Besser wäre, er würde sich die Ausrottung der Dummheit auf die Fahne schreiben. Aber bei sich selber anfangen mag er wohl nicht.