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Riethüsli-Halle kann aufgebaut werden – Versicherung zahlt

Der Wiederaufbau der eingestürzten Turnhalle im Riethüsli wird konkret: Im März werden im Demuttal oberhalb der Stadt St. Gallen die Bagger auffahren.
Regula Weik
Der Schadensplatz im Demuttal im vergangenen November. (Bild: Ralph Ribi)

Der Schadensplatz im Demuttal im vergangenen November. (Bild: Ralph Ribi)

St. Gallen. «Wir haben einen Durchbruch erreicht. Mit den Versicherungen.» Bauchef Willi Haag tönt sichtlich erleichtert. Erstmals seit dem Einsturz der Halle könne er nun einen konkreten Zeitplan für den Wiederaufbau erstellen. Endlich, ist man versucht hinzuzufügen.

Laufende Strafuntersuchungen, ungeklärte Haftungsfragen, Gutachten und Gegengutachten haben den Wiederaufbau der Dreifachsporthalle des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St. Gallen im Riethüsli verzögert – um fast zwei Jahre. Die eigentliche Strafuntersuchung habe bisher sechs Monate gedauert, hält die St. Galler Staatsanwaltschaft fest. Die Halle war im Februar 2009 in den frühen Morgenstunden eingestürzt. Das Kantonsparlament war längst ungeduldig geworden; es setzte eine vorberatende Kommission ein – und so kam es, dass das Parlament seit der Februarsession zwar eine Kommission hat, diese vorerst aber kein Geschäft.

Keine Vorlage ans Parlament

Eine Vorlage ans Parlament wird es nun nicht mehr geben. Die Vergleichsverhandlungen zwischen dem Kanton und der Zürich Versicherung – die beiden möglichen Haftpflichtigen sind bei ihr versichert – sind abgeschlossen. «Mit gutem Resultat», wie Bauchef Haag betont. Die Versicherung übernimmt die gesamten Kosten für den Wiederaufbau – die eingestürzte Halle war knapp dreijährig gewesen und hatte über zehn Millionen gekostet – sowie einen Grossteil der Folgekosten. «Das Geld ist bereits überwiesen», sagt Haag. Über die Höhe schweigt sich der Bauchef aus. Der Betrag dürfte aber näher bei zehn denn bei fünf Millionen liegen.

Wie hoch sind die Kosten, die am Kanton hängenbleiben? Auch da mag Haag keine Zahl nennen. Nur so viel: Es sind weniger als drei Millionen – und damit ist die Regierung für das Geschäft zuständig. Sie hat der Einigung bereits zugestimmt. Hinfällig sind damit die Zivilansprüche, welche der Kanton im Strafverfahren geltend gemacht hatte.

Projekt liegt im September vor

Bis Ende September wird nun das konkrete Bauprojekt ausgearbeitet, danach unverzüglich das Baugesuch bei der Stadt St. Gallen eingereicht. Die Baubewilligung, so hofft Haag, sollte Ende Jahr vorliegen. Die Bauarbeiten starten nach den Wintermonaten, voraussichtlich Anfang nächsten März.

Warum kann das Projekt nicht schon heute fertig aus der Schublade gezogen werden? «Es musste erst geklärt werden, welche Teile wieder verwendet und welche beschädigten Teile abgebrochen werden», sagt Haag. Beides ist kostenrelevant – für Versicherung wie Kanton. Die neue Halle wird sich stark an die alte anlehnen – «sie wird ähnlich aussehen wie die eingestürzte», sagt Haag.

Der Bauchef ist zuversichtlich, dass «wenn wir mit dem Bagger parat sind, auch der Bauplatz für den Wiederaufbau freigegeben ist». Heute ist dies noch nicht der Fall.

Kommission macht Druck

Die Schülerinnen und Schüler des GBS werden ab Beginn des Schuljahres 2013/14 in der neuen Halle turnen können – so der Zeitplan das Kantons. Der vorberatenden Kommission dauert das zu lange. «Die Halle muss auf Beginn des Wintersemesters 2013 parat sein», fordert Kommissionspräsident Michael Götte. Er erwartet, dass nun auf allen Ebenen «im Eilzugstempo» gearbeitet werde. Die Kommission will auch künftig Druck machen, wenn «es zu schleppend vorwärts geht». Und sie will von Baudepartement und Staatsanwaltschaft «regelmässig über den Projektfortschritt informiert werden».

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