Ribelmais-Renaissance

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Der Ribelmais gehört zum Rheintal wie die Bratwurst zu St. Gallen. Das dem so ist, verdankt das Tal seinem «Mr. Ribelmais», Hans Oppliger, wie die Coop-Zeitung schreibt. Denn 300 Jahre lang ­ernährte das Getreide die Bevölkerung am St. Galler Rhein. Es ­geriet aber nach dem Zweiten Weltkrieg wegen wachsenden Wohlstands fast in Vergessenheit. Doch dann kam Oppliger. «1987 habe ich den Ribelmais während meiner Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit in Pakistan kennen gelernt», sagt er.

Zurück in der Schweiz gründete er den Verein Rheintal Ribelmais. Oppliger löste damit im Rheintal eine Renaissance des Ribelmais aus. Heute wird die Pflanze von 25 Produzenten auf 48 Hektaren Fläche angebaut und ist ein Stück Rheintaler Identität geworden – wie früher. (mre)