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Rheintaler wirbelt in Nidwalden

Der Rheintaler Journalist Andreas Fagetti tritt in Nidwalden überraschend zu den Nationalratswahlen an. Einziger Gegner ist ein «Weltwoche»-Mitarbeiter.
Andreas Fagetti, WOZ-Journalist. (Bild: pd)

Andreas Fagetti, WOZ-Journalist. (Bild: pd)

Ein St.Galler mit Wohnsitz in Zürich kandidiert im Kanton Nidwalden für den Nationalrat – diese politische Kuriosität ist seit gestern Realität. Der Kandidat ist zumindest in der Medienszene kein Unbekannter: Es ist der WOZ-Journalist und ehemalige Tagblatt-Redaktor Andreas Fagetti. Dass der 55-Jährige ausgerechnet in Nidwalden antritt, hat nichts mit seiner Herkunft zu tun – Fagetti ist Rheintaler mit Bergeller Wurzeln. Die Kandidatur ist vielmehr ein Angriff auf die SVP und die SVP-nahe «Weltwoche»: Vor vier Jahren luchste der Historiker und «Weltwoche»-Mitarbeiter Peter Keller der FDP den einzigen Nidwaldner Nationalratssitz ab.

Kein Wahlkampf

Bis jetzt fand in Nidwalden kein eigentlicher Wahlkampf statt. SVP-Mann Keller war der einzige Kandidat weit und breit, nicht einmal die FDP schickte sich an, den 2011 verlorenen Sitz zurückzuerobern. Und auch die CVP, bis 1995 jahrzehntelang dominierende Partei im Zentralschweizer Kanton, hielt sich abseits.

Peter Keller, Journalist und SVP-Nationalrat. (Bild: str)

Peter Keller, Journalist und SVP-Nationalrat. (Bild: str)

«Demokratie ermöglichen»

Fagettis Kandidatur wird die politische Landschaft in Nidwalden allerdings kaum auf den Kopf stellen. Der St.Galler trete «nicht einmal mit Aussenseiterchancen an», schreibt die NZZ. Nach eigenem Bekunden geht es dem ehemaligen SP-Mitglied Fagetti aber in erster Linie darum, den Nidwaldnern überhaupt eine Wahl zu ermöglichen. «Eine Wahl mit einem einzigen Kandidaten ist keine Wahl», sagt er auf Anfrage. Seine Liste trägt denn konsequenterweise auch den Titel «Demokratie ermöglichen». Er lässt aber keinen Zweifel, dass es ihm ernst ist mit dem Wahlkampf gegen Keller: Sein privates Facebook-Profil hat er gelöscht, bei weiteren Fragen verweist er auf die nächste Ausgabe der WOZ: Dort soll im grossen Stil die Werbetrommel für die Kandidatur gerührt werden. (ar)

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