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Zwischen Wald und Kuhweide

Am vergangenen Samstag erlebte die Sportanlage Franzenweid in Walzenhausen ihre Premiere als Spielstätte für die Nationalliga A der Faustballer. Wohl das schönste und faszinierendste Faustballstadion weit und breit.
Gerhard Huber

FAUSTBALL. Jeder, der das erste Mal ein Faustballspiel des aktuellen Nationalliga-A-Teams TV Walzenhausen besuchen will, glaubt bereits, sich auf der Suche nach deren Spielstätte verfahren zu haben. Denn wer auf die Sportanlage Franzenweid will, muss links beim ohnehin bereits versteckt liegenden Schwimmbad abbiegen und dann über steile, schmale und einspurige Wege durch grünes Appenzellerland kurven. Immer den Berg hinauf, immer weiter in die Natur hinein.

Erst wenn man sich sicher ist, völlig in die Irre gefahren zu sein, weisen die Flutlichtlampen den Weg zu diesem pittoresken Faustballstadion, auf einer Hochebene zwischen dichtem Wald und Kuhweiden gelegen.

Spielen wir auf einer Kuhweide?

Auch den Gästen von der FG Rickenbach-Wilen ist es so ergangen, wie Angreifer Kevin Müller erzählt: «Wir haben uns auf dem letzten Stück Weg nicht mehr ausgekannt und haben uns gefragt, spielen wir denn jetzt auf einer Kuhweide? Doch es ist eine echt coole Anlage. Der Platz ist super, die Verhältnisse sind gut und es sind viele Besucher da.» Wobei die über hundert erschienenen Fans nicht nur spannende Faustballspiele verfolgen konnten, sondern von der Sportanlage aus auch einen eindrücklichen Ausblick auf die Ausserrhodische Landschaft und den still und erhaben im Tal unten liegenden Bodensee hatten. Eine einmalige Verbindung von sportlicher Action und natürlicher Ruhe.

Kantonaler Schwingertag

Der Walzenhausener Richard Meyerhans, der als Linienrichter bei den Faustballspielen agiert und beinahe Zeit seines Lebens beim TV Walzenhausen tätig war, kennt die Geschichte der Sportanlage mit Fernsicht auf den Bodensee: «Dieses kleine Stadion ist im Jahre 1950 über Initiative des Turnvereins entstanden, da man den Zuschlag für den kantonalen Schwingertag und einen kantonalen Turnertag erhalten hatte. In vielen Frondiensten und mit Mithilfe des Just-Unternehmens wurde auf der einen Seite das Gelände abgetragen und auf der anderen Seite aufgeschüttet und die beiden Kabinengebäude erstellt.»

Mit Hacke und Schaufel

Tatsächlich liess damals der Industrielle Ulrich Jüstrich in einer Zeit der Arbeitslosigkeit seine Arbeiter auf der Baustelle der Sportanlage mit Hacke und Schaufel antreten. Zum Wohl der Gemeinschaft. Die «Franzenweid» wurde in eine Stiftung eingebracht, die noch heute den Platzwart stellt und für die Pflege des Areals sorgt. Und nicht nur die Faustballer benutzen das Areal, sondern auch die Männerriege und die Aktiven des TV Walzenhausen. Gleichzeitig steht das Spielfeld auch den Schulen für den Sportunterricht zur Verfügung. Sollte es einmal eine Wahl zur schönsten Sportanlage der Schweiz geben, die «Franzenweid» wird auf den vorderen Plätzen landen.

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