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Zwei Wünsche zur Auswahl

Stichwort
Gert Bruderer

Lieber René Montalta, lieber Hans Pfäffli

Dass jemand, der einen Leserbrief verfassen möchte, fremde Hilfe beansprucht, kommt sicher öfter vor und ist völlig in Ordnung.

Dass ein Mitglied der Rhein­ecker Geschäftsprüfungskommission sich vom Stadtpräsidenten beim Verfassen eines Leserbriefes helfen lässt, ist ebenso legitim und absolut kein Problem, sofern beispielsweise die Kuh als «Klimakillerin» das Thema ist – oder verdichtetes Bauen ganz generell, um ein weiteres Beispiel zu nennen.

Problematisch wird es allerdings, wenn Sie, lieber Herr Montalta, als GPK-Aktuar Stadtpräsident Hans Pfäffli in einer lokalen und politisch heiklen Angelegenheit um Hilfe bitten – und wenn (wie geschehen) der Präsident für Sie auf seinem Computer den Leserbrief schreibt. Natürlich haben Sie nicht nur das Pech, dass es herauskam, sondern Sie haben auch recht: Wäre der Leserbrief unter Mitwirkung des Stadt­präsidenten auf Ihrem eigenen Computer entstanden, hätte «kein Hahn danach gekräht».

Die Wählerschaft hat nun die Wahl zwischen zwei Wünschen:

1. Vertreter einer Kontrollin- stanz sollen sich bei unüblichen Formen der Zusammenarbeit mit einem Amtsinhaber bitte nicht erwischen lassen.

2. Vertreter einer Kontrollin- stanz sollen auf unübliche Formen der Zusammenarbeit mit einem Amtsinhaber bitte generell verzichten – sogar dann, wenn dieser Amtsinhaber (anders als im vorliegenden Fall) den Leserbrief vielleicht diktiert bekommt.

Gert Bruderer

gert.bruderer@rheintalmedien.ch

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