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Zwei Stürze nach Trainings-Podium

Drei Wochen nach der schnellsten Rennrunde und dem vierten Platz in Spielberg fuhr Asphalt-Cowboy Dominic Schmitter diesmal im Training gar auf den dritten Platz. In den Rennen von Assen lief es dem Altstätter aber nicht mehr nach Wunsch: Er ging in beiden Läufen zu Boden.
Yves Solenthaler
Dominic Schmitter (Nr. 99): Zuerst duellierte er sich mit Vorjahres-Gesamtsieger Jesco Günther (Nr. 1) und Leon Bovee (22) – dann musste er im Auto Platz nehmen. (Bilder: pd)

Dominic Schmitter (Nr. 99): Zuerst duellierte er sich mit Vorjahres-Gesamtsieger Jesco Günther (Nr. 1) und Leon Bovee (22) – dann musste er im Auto Platz nehmen. (Bilder: pd)

MOTORRAD. Von den zwei Stürzen in der Niederlande lässt sich der 18-jährige Maurerlehrling indes nicht verzagen. Im ersten Rennen hat er im Zweikampf mit dem Appenzeller Daniel Sutter zu viel gewollt, im zweiten rutschte ihm ohne ersichtlichen Grund das Vorderrad weg. Beim zweiten Crash erlitt die schnelle Yamaha YZF-R6 Schaden, Schmitter selbst kam mit Prellungen davon. Er wird ab morgen am Schleizer Dreieck wieder angreifen: «Ich will beweisen, dass ich kein Sturzpilot bin – und mich nicht am Limit bewegt habe.»

Vergleich mit der Moto2

Die Zuversicht hat Gründe. Der wichtigste ist das in der zweiten IDM-Saison nun kompetitive Material – und das Training von Assen. Erstens gelangen Schmitter auf dem Klassiker-Rundkurs des Motorrennsports hervorragende Rundenzeiten – die auch den Vergleich mit den Moto-2-Zeiten nicht zu scheuen brauchen: Bei ähnlichen Verhältnissen war Jan Bühn (De), der schnellste IDM-Supersport-Pilot, nur 3,3 Sekunden hinter der Pole-Zeit von Marc Marquez – und das mit 30 Kilo schwereren Standard-Motorrädern. Mit 1:40,538 war Schmitter nur 0,13 Sekunden hinter Bühn. Wie stets in den letzten Rennen bezwang der Altstätter auch den deutschen Kevin Wahr, der unlängst mit einer Gast-Lizenz in der Moto2 fahren konnte.

Schon nach dem ersten Qualifying mit den Rennreifen lag Schmitter in Assen auf dem fünften Platz. Mit einem Quali-Reifen fuhr Schmitter, dem zudem konstant schnelle Runden gelangen, gar auf einen Podestplatz. «Erstmals erste Startreihe – hammergut!», kommentierte der Asphalt-Cowboy.

Ungeduld nach verpatztem Start

Für die Rennläufe nahm Schmitter ebenfalls einen Podestplatz ins Visier. Allerdings vermasselte er den Start: «Die Launch Control am neuen Motorrad muss man erst verstehen und kennen …» Darauf wollte der Altstätter schnell wieder nach vorne fahren, überdreht aber beim Versuch, Daniel Sutter auszubremsen: «Es gab eine Berührung, und ich fiel runter. Es war mein Fehler.»

Der Start zum zweiten Rennen mit ausgeschalteter Launch Control gelang besser. Um einen frühen Sturz ja zu vermeiden, ging Schmitter das Rennen etwas zu passiv an. Nachdem ihn zwei Fahrer überholt hatten, fand der Altstätter den Rhythmus. Im Schlepptau des guten Strecken-Kenners Leon Bovee aus Holland fand er wieder den Anschluss zur Spitzengruppe. Beim Überholen von Wahr («eine harte Nuss») verlor Schmitter etwas Zeit, konnte aber bei freier Strecke 0,4 Sekunden pro Runde aufholen. Er lag auf Kurs zum fünften Platz, «und damit wäre ich zufrieden gewesen». In der schnellsten Linkskurve entglitt Schmitter das Vorderrad. Er ging mit 180 km/h zu Boden: «Ich versuchte, mich so klein wie möglich zu machen – dabei hat es mich einige Male überschlagen.» Ausser kleinen Prellungen kam der Töffpilot glimpflich davon: «Wir haben den Sturz analysiert, konnten aber keinen Fahrfehler erkennen.»

Zuversicht dank Qualifying

Einfach dumm gelaufen, damit muss ein Fahrer im Motorsport umgehen können. Gut dafür sind die schönen Momente, und auch die hat es in Assen reichlich gegeben: «Ich sehe es positiv: Ich konnte in Assen beweisen, dass ich vorne dabei bin.»

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