Zwei Stürze im ersten Rennen der IDM

Das erste Rennwochenende der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) ist für den 16-jährigen Altstätter Dominic Schmitter enttäuschend verlaufen. Dank schneller Passagen ist er für den weiteren Saisonverlauf aber zuversichtlich.

Yves Solenthaler
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Harte Zweikämpfe: Dominic Schmitter (Nr. 99) in seinem ersten Einsatz in der IDM-Supersport. (Bild: pd)

Harte Zweikämpfe: Dominic Schmitter (Nr. 99) in seinem ersten Einsatz in der IDM-Supersport. (Bild: pd)

Motorrad. Nach dem ersten IDM-Wochenende auf dem Euro-Speedway Lausitz herrscht im Lager von Dominic Schmitter Ernüchterung: Bereits im Training lief es dem Altstätter nicht rund (22. Startplatz), und in den beiden Rennen stürzte er jeweils. Dabei gingen sowohl in den Trainings als auch in den Rennen die Probleme jeweils zur Hälfte auf sein Konto. Positiv stimmt den zweitjüngsten Fahrer im Feld der IDM-Supersport jedoch, dass er phasenweise schnelle Runden fahren konnte.

Zur Hälfte eigene Fehler

Angefangen hatte das IDM-Abenteuer für Dominic Schmitter mit einem «verlorenen» Freitag: Im ersten freien Training tauchten Probleme mit dem Schaltautomaten auf, in der zweiten Session fiel dem Altstätter der Kupplungshebel weg. Im ersten Zeittraining vom Samstag war es dann Schmitter, der nicht bereit gewesen ist: «Ich war nicht richtig wach, was natürlich meine Schuld ist.» So musste er sich mit dem 27. Rang begnügen. Im zweiten Training lief es ihm wesentlich besser, doch just als er anfing sehr schnelle Zeiten zu fahren, wurde das Training wegen eines Sturzes kurz unterbrochen. Nach Wiederaufnahme lief es dem Rheintaler wieder recht gut. Mit dem 22. Rang – von dem aus er ins Rennen starten musste – war er zwar nicht zufrieden. Allerdings betrug sein Rückstand auf den Trainingsschnellsten weniger als eine Sekunde. Diese knappen Abstände zeigten dem Rookie, wie nahe sich die Spitzenleute in der IDM-Supersport zeitlich sind: «Unglaublich, 22 Rennfahrer innerhalb einer Sekunde!»

Unerklärliche Nervosität

Aufgrund seiner Abschnittszeiten erkannte Schmitter die Chance, im Rennen in die Top 10 zu fahren. Er sei jedoch aufgeregt wie noch nie gewesen, weshalb er den Start vermasselt habe: «Diese Nervosität ist für mich unerklärlich», sagt der sonst so coole Rheintaler. Doch trotz des misslungenen Starts arbeitete sich Schmitter schnell nach vorne – in der ersten Runde überholte er sieben Konkurrenten, was ihn kurzfristig auf den angestrebten 15. Platz brachte. Doch damit gab sich der ehrgeizige Motorradsportler nicht zufrieden: «Ich hatte so ein gutes Gefühl, doch Gefühle können trügen.» Schmitter fuhr zu ungeduldig, was er mit einem Sturz bezahlen musste.

Im zweiten Rennen vom Sonntag nahm er sich vor, sich etwas mehr zurückzuhalten. Erst ab der dritten Runde, als sich das Rennen etwas beruhigt hatte, fuhr Schmitter angriffiger. Diesmal kam ihm jedoch ein Konkurrent in die Quere: «Ich konnte einen Fahrer ausbremsen, und lag so vor ihm.» Danach habe sich dieser aber unsportlich verhalten: «Obschon ich vorne lag, machte der Gegner <von aussen die Tür zu>.» Dieses Manöver endete für Schmitter abermals in einem Sturz. Schmitter konnte sein Unglück nicht fassen: «Ich war noch nie in meinem Leben so oft gestürzt.»

«Nie liegen bleiben»

Ein paar Stunden nach dem Sturz hat er sich aber wieder gefasst und analysierte: «Die IDM-Supersport ist enorm hart. Es gibt sehr viele Zweikämpfe, und dauernd berührt man sich.» Wenn der Neuling diese Lektion für das nächste Rennen (in zehn Tagen in Oschersleben) verinnerlicht hat, ist dort einiges möglich. Davon ist Schmitter überzeugt: «Mit meinem Team Stamm-Racing kann ich weit nach vorne fahren. Am Wochenende lag ich am Boden, aber ich bleibe nie liegen.»