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Zwei Siege und eine Revanche-Niederlage

Boxen Im Rahmen eines Ein­ladungsturniers in Glattbrugg standen drei Kämpfer vom Boxclub Rheintal im Einsatz.

Im ersten Kampf, im Elite-Weltergewicht (69 kg) konnte Francesco Licchetta sein Talent beweisen. Sein Gegner, Elias Martinez von Glattbrugg, brachte über fünf Kilo Mehrgewicht auf die Waage. Damit der Kampf überhaupt stattfinden konnte, musste dieser ein Kilo abschwitzen. Trotzdem hatte BC-Trainer Walter Walser Bedenken, weil der Gegner eigentlich ein Mittelgewichtler (75 kg) war. Aber Licchetta startete sehr selbstbewusst – und bald war klar, sein Gegner ist nicht schnell auf den Beinen und hat technische Mängel. Auch wenn dieser den Rheintaler an den Seilen stellte, drehte sich dieser geschickt heraus und antwortete druckvoll mit einem Schlaghagel. Gut für Licchetta, dass genau diese Situation in den letzten Trainingseinheiten eingeübt worden waren. Wie in der ersten, behielt Licchetta auch in Runde zwei und drei die Oberhand und siegte mit 3:0-Richterstimmen.

Wer als Jugendlicher alleine flüchtete, kennt wenig Angst

Azghar Ali Mohammadi musste gegen Sem Redaj vom BC Winterthur antreten. Hier hatte sein Trainer wirklich Bedenken: Der Gegner kämpfte schon in der Eliteklasse und hatte noch keinen Kampf verloren. Für Mohammadi bedeutete es, erstmals ohne Kopfschutz und über drei Minutenrunden zu boxen. Doch wer als Minderjähriger ohne Begleitung aus Afghanistan flüchtet, kennt wenig Angst. So zeigte er, vom ersten Gongschlag an, we­-nig Respekt vor seinem Gegner. Knapp gelang es ihm, den ersten Umgang zu gewinnen. Sein körperlich überlegener Gegner versuchte, in Runde zwei mehr Druck aufzubauen. Azghar Ali Mohammadi stemmte sich dagegen und konnte diese ausgeglichen halten.In der dritten Run- de hatte der Winterthurer seine Energie verbraucht und verlor den Kampf nach Punkten.

Sieg oder Niederlage, die Erfahrung steigt

Im Jugend-Halbwelter-Gewicht bis 64 kg, bekam es Muhammed Temizer aus Heerbrugg mit Daniel Mahaj vom BC March zu tun: Ein Retourkampf. Den ersten hatte der Rheintaler nach Punkten gewonnen. Dieses Mal fand Temizer nicht die richtige Distanz. Sein Gegner hat dazugelernt und ging nicht mehr in den Nahkampf. Dank seinen langen Armen traf er vermehrt. Nach einem harten Konter musste Muhammed Temizer angezählt werden. So nahm der Kampf einen ungünstigen Verlauf für den Rheintaler – und er verlor nach Punkten. Doch fand er seine These bestätigt: «Ob du gewinnst oder verlierst, du gewinnst immer an Erfahrung.»

Die Veranstaltung war mit über 800 Besuchern mehr als ausverkauft. Beim Hauptevent, zwei Profikämpfe über acht Runden, stand noch ein Rheintaler im Focus. Der in Widnau wohnende Thomas Walser, Präsident des BC Rheintal, amtete in beiden Kämpfen als Ringrichter. (wa)

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