TOKIO
Zwei Rheintalerinnen an Olympia: Eine Mountainbikerin und eine Sprinterin sind in Tokio dabei

Mountainbikerin Jolanda Neff und Sprinterin Riccarda Dietsche sind in Tokio dabei.

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Jolanda Neff geht bereits am Dienstag auf der Halbinsel Izu auf Medaillenjagd.

Jolanda Neff geht bereits am Dienstag auf der Halbinsel Izu auf Medaillenjagd.

Bild: ys

(ys) Die 28-jährige Thalerin Jolanda Neff und die 25-jährige Lüchingerin Riccarda Dietsche vertreten das Rheintal an den Olympischen Spielen, die gestern offiziell eröffnet worden sind. Zum ersten Mal seit 2000 ist damit mehr als eine Athletin bzw. ein Athlet aus dem Rheintal an Sommerspielen am Start, damals traten der Oberrieter Schwimmer Remo Lütolf die beiden Oberriet-Grabser Ringer Beat Motzer und Urs Bürgler in Sydney an. Berühmt wurde ihr Auftritt trotz eines vierten Rangs von Motzer vor allem darum, weil die Ringer damals Roger Federer mit Mirka Vavrinec verbandelten.

Acht Jahre später, 2008 in Peking, durfte die Marbacher Radsportlerin Jennifer Hohl an den Olympischen Spielen starten, und vor fünf Jahren in Rio war Jolanda Neff bereits dabei. Damals startete sie sowohl im Strassenrennen als auch im Cross Country – und gewann in beiden Disziplinen ein Diplom.

Riccarda Dietsches Einsatz mit der Sprint-Staffel steht erst am 5.August bevor.

Riccarda Dietsches Einsatz mit der Sprint-Staffel steht erst am 5.August bevor.

Bild: Philipp Schmidli

Das coronabedingte Fehlen der Zuschauer in den Stadien wird viele Sportarten am TV steril erscheinen lassen, die Athletinnen hatten in den letzten eineinhalb Jahren aber Zeit, sich darauf einzustellen. Dass sie abgeschottet von der Aussenwelt, also in einer Bubble leben, ist für sie an Olympischen Spielen nichts Ungewöhnliches, so beklagte sich Jolanda Neff nach Rio darüber, zwei Wochen im Hotel eingesperrt gewesen zu sein.

Diesmal muss die Thalerin weniger lang bleiben – das Mountainbikerennen der Frauen findet bereits am nächsten Dienstag, 27.Juli, um 8 Uhr MEZ statt. Die Mountainbikerinnen und Mountainbiker tragen ihre Wettkämpfe nicht in Tokio, sondern in der zweieinhalb Autostunden von der Hauptstadt entfernten Halbinsel Izu aus. Swiss Cycling bereitet seine Athletinnen und Athleten seit Langem auf die zu erwartende Hitze und grosse Luftfeuchtigkeit im japanischen Sommer vor.

Für die kurze Dauer eines 100-m-Sprints ist die Hitze weniger ein Faktor. Die Leichtathletik-Wettkämpfe in Tokio beginnen erst in einer Woche – und die 4×100-m-Staffel, in der Olympia-Debütantin Riccarda Dietsche dabei ist, wird am drittletzten Tag entschieden. Die Vorläufe finden am Donnerstag, 5.August, ab 3 Uhr MEZ statt. Der Final, den sich die Schweiz zum Ziel setzt, ist einen Tag später um 13 Uhr. Das Schweizer Staffelteam in Tokio besteht aus sechs Sprinterinnen – nur vier von ihnen dürfen starten.

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