Zwei Orgeln sind in der Revision

BERNECK/HEERBRUGG. Die Orgelrevisionen sind für die Kirchgemeinde Berneck-Au-Heerbrugg ein grosses Projekt im laufenden Jahr. Am Sonntag, 16. November, kann nach dem Gottesdienst die zerlegte Orgel in Berneck unter Führung von Fachleuten besichtigt werden.

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Ein Blick in die Kirche in Heerbrugg, wo die druckempfindlichen Pfeifen in aufwendiger Handarbeit gereinigt werden. (Bilder: Markus Löliger)

Ein Blick in die Kirche in Heerbrugg, wo die druckempfindlichen Pfeifen in aufwendiger Handarbeit gereinigt werden. (Bilder: Markus Löliger)

Die Gelegenheit, eine weitestgehend in ihre Einzelteile zerlegte Orgel zu besichtigen und detailliert deren Innenleben kennenzulernen, ist selten, denn ein solches Instrument wird nur etwa alle 20 bis 25 Jahre total revidiert, gereinigt, ergänzt, wieder gestimmt und eingespielt. Wie gross dieser Aufwand ist, kann sich jeder mit einigen wenigen Zahlen gut vorstellen.

Staub, Pilz und Oxidation

Die Bernecker Orgel umfasst 31 Register, einen Tremulanten und verfügt über 2017 Pfeifen, die über eine komplizierte Mechanik und Pneumatik angesteuert und geregelt werden. Die Orgel ist 1993 durch den Orgelbauer Armin Hauser aus Kleindöttingen gebaut worden. Das Instrument ist zwar technisch wie klanglich in einem guten Zustand; der über die Jahre angesetzte Staub in den Pfeifen beeinträchtigt aber die Musik.

In der Heerbrugger Orgel sorgen 1230 Pfeifen in 16 Registern und einem Tremulanten für die Musik. Diese Orgel ist 1967 durch die Firma Kuhn in Männedorf gebaut worden. Diese Orgel ist etwas stärker beeinträchtigt, weil sich neben dem üblichen Staub auch Schimmelpilz gebildet hat. Die feuchte Luft im Innern der Orgel hat zudem zu Flecken an den Zinnpfeifen, zur Oxidation an den Aluminiumdrähten und zu Verhärtungen an Ledermuttern sowie zu spröden Plastikbuchsen geführt. Diese Schäden werden gleichzeitig mit den üblichen Revisionsarbeiten fachmännisch behoben. Die Revision der Heerbrugger Orgel erfolgt durch den einzigen Orgelbauer im Kanton St. Gallen, Walter Mutzner aus Rebstein.

Kosten: 80 000 Franken

Den Auftrag für die Revision in Berneck hat die Späth Orgelbau AG aus dem zürcherischen Rüti erhalten. Für die beiden Orgelrevisionen hat die Bürgerschaft der Kirchgemeinde rund 80 000 Franken bewilligt. (pd)

Das Innenleben der Bernecker Orgel.

Das Innenleben der Bernecker Orgel.

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