Zwei Meistertitel für die RSK

Trotz der kurzen Pause überzeugten die Kriessner Ringer-Nachwuchs-Cracks an der Schweizer Meisterschaft der Kadetten und Junioren Greco mit vier Podestplätzen, zwei davon zuoberst.

Patrick Dietsche
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Das erfolgreiche Kadetten- und Juniorenteam der RS Kriessern mit den neuen Meistern Jürg Hutter (hinten 3. v. r.) und Jan Langenegger (vorne 2. v. r.). (Bild: Patrick Dietsche)

Das erfolgreiche Kadetten- und Juniorenteam der RS Kriessern mit den neuen Meistern Jürg Hutter (hinten 3. v. r.) und Jan Langenegger (vorne 2. v. r.). (Bild: Patrick Dietsche)

RINGEN. Die Nachwehen der harten und erfolgreichen Swiss-Hutter-League-Saison sind kaum verraucht, da müssen die Ringer schon wieder ran – so früh wie noch nie. Beim ersten Ernstkampf der Saison ging es schon wieder um Meisterehren, und diese holten in Tuggen von der zehnköpfigen Kriessner Delegation Jan Langenegger in seinem ersten Kadettenjahr und Jürg Hutter bei den Junioren.

Zweitgrösste Delegation

Neben den starken Leistungen freute die Verantwortlichen der Kriessner vor allem, dass man mit zehn Ringern am zweitmeisten Starter melden konnte. Wenn nicht der eine oder andere verletzungsbedingte Ausfall gewesen wäre, so hätten die Rheintaler die grösste Delegation stellen können. Dies lässt die Kriessner optimistisch in die Zukunft blicken. Auch mit der Qualität der Auftritte durften die Trainer Hugo Dietsche und Neo-Nationaltrainer Sergiy Sirenko zufrieden sein. Allen voran wussten natürlich die beiden Schweizer Meister Jan Langenegger (Kadetten bis 58 kg) und Jürg Hutter (Junioren bis 96 kg) zu überzeugen.

Tolles Comeback

Äusserst positiv ist auch das Comeback von Christian Wolf nach einer sehr langen Mattenabsenz wegen einer Rückenoperation zu werten. Der junge Bündner schaffte bei seinem ersten Auftritt nach mehr als einem Jahr gleich den Sprung in den Final und sicherte sich damit die Silbermedaille (Jun. bis 60 kg). Knapp am Final vorbei kämpfte sich Ramon Betschart (Kad. bis 76 kg), dem im Kampf gegen den nachmaligen Meister Damian von Euw nur Sekunden zum Sieg fehlten. Die Bronzemedaille entschädigte zwar nur bedingt für das verpasste Gold, doch Betschart weiss damit, dass er auf dem richtigen Weg ist.

Hart umkämpft

In die Nähe des Podests kämpfte sich auch Andreas Bleicker. Der Kriessner, der in der letzten Saison erstmals NLA-Luft geschnuppert hatte, holte sich in der gleichen Gewichtsklasse (Kad. bis 58 kg) wie Jan Langenegger den guten fünften Platz. In der wohl am stärksten besetzten Gewichtsklasse, Junioren bis 66 kg, mischte mit Marc Dietsche auch ein Kriessner vorne mit. Nicht weniger als vier aktuelle Kaderringer stritten sich dabei um den Meistertitel, am Ende reichte es Dietsche zu Rang fünf, was in Anbetracht der Konkurrenz und der Stilart ein Topresultat für ihn darstellt. Auch Tobias Betschart (Jun. bis 74 kg) fühlt sich im Freistil wohler, doch er kämpfte bis am Schluss um die Medaillen mit. Am Ende wurde es der ungeliebte vierte Rang, doch auch ohne Edelmetall darf der Kriessner mit seiner Leistung zufrieden sein.

Die weiteren Kriessner – Patrick Hutter, Silvio Kluser und Noel Hutter – schafften es zwar noch nicht ganz an die Spitze, doch allen drei gelang zumindest einen Sieg in ihrer Gewichtsklasse, und sie zeigten damit, dass es sich lohnt, hart an sich zu arbeiten und dranzubleiben. Sie werden noch weitere Gelegenheiten erhalten, sich weiter nach vorne zu kämpfen.

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