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ZWEI EINSPRACHEN ZWEI EINSPRACHEN: Eichpark ist auf Eis gelegt

Weil ein Ankermieter fehlt, der etwa einen Drittel der in einer ersten Etappe 3000 Quadratmeter grossen Fläche nutzen will, hat die NeoVac Gruppe das Projekt Eichpark sistiert. Bei Bedarf holt sie es aus der Schublade.
Monika von der Linden
Die NeoVac Gruppe sistiert den Eichpark-Gewerbepark mindestens für die nächsten fünf bis zehn Jahre. (Bild: Monika von der Linden)

Die NeoVac Gruppe sistiert den Eichpark-Gewerbepark mindestens für die nächsten fünf bis zehn Jahre. (Bild: Monika von der Linden)

Monika von der Linden

Die rund eine Hektare grosse Wiese am Nordrand des Dorfes bleibt grün. Wenigstens vorerst. Die NeoVac Gruppe hat der Gemeinde Oberriet bereits mitgeteilt, dass sie den Bau des Gewerbezentrums Eichpark nicht realisieren wird, und bat sie, den Überbauungsplan vorerst zu sistieren.

Das vor etwa zwei Jahrzehnten erstandene Grundstück zu verkaufen war nie ein Option. Die Gemeinde Oberriet hatte bei der NeoVac Gruppe vor einiger Zeit angeklopft, ob sie das Grundstück veräussern möge. «Das kommt nicht in Frage, solange es nicht nötig ist», sagt Patrik Lanter, CEO und Verwaltungsratspräsident. Stattdessen hat NeoVac ein Architekturbüro mit einer Raumplanung beauftragt. Lanter wusste, dass es Gewerbeflächen auf dem Markt nicht leicht haben. Dennoch wollte er wissen, was möglich ist.

Ganze Infrastruktur in der ersten Etappe

Bis heute war es nicht möglich, einen Ankermieter zu finden, der eine Fläche von etwa 1000 Quadratmetern in Anspruch nähme. Der wäre aber nötig, um die erste der vorgesehenen drei Etappen auf einer Fläche vom 3000 Quadratmetern in Angriff zu nehmen. Die erste Etappe ist die teuerste, weil mit ihr die Infrastruktur (Erschliessung, Tiefgarage) geschaffen würde. Deshalb bedarf es vor Baubeginn einer Auslastung von 50 bis 60 Prozent. Es gab einen grossen und zehn bis zwanzig kleinere Interessenten. «Aber das ist zu wenig», sagt Patrik Lanter.

Zurzeit werden auf dem Markt zu viele Gewerbeflächen für die wenigen Interessenten ­angeboten. Das hänge mit dem Anlagedruck institutioneller Anleger wie Pensionskassen zusammen, meint Lanter. Wegen der niedrigen Zinsen können diese sich einen Leerstand bei Gewerberäumen leisten. NeoVac unterliegt diesem Druck nicht. «Wir können frei entscheiden, jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt», sagt Lanter, obwohl er das wirtschaftliche Umfeld im Rheintal als gut erachtet. «Die Zuwanderung ist zurückgegangen. Langfristig werden Bevölkerung und Wirtschaft wieder wachsen. Dann wird Gewerbefläche gebraucht.» Es nütze nichts, zu früh in Vorleistung zu treten, und es gelte, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Wann die Zeit reif ist, weiss auch Gemeindepräsident Rolf Huber nicht. Und den Rückzug des Projekts wertet er nicht als Rückschlag für den Arbeits-ort Oberriet. «Zur Zeit läuft es der Wirtschaft erfreulicherweise gut», sagt er und hofft, dass die wirtschaftliche Entwicklung hält. Die Gemeinde bekomme viele Anfragen von Gewerbebetrieben. Jedoch möchten die meisten von ihnen Land oder Gebäude im Eigentum erwerben.

Rückzug ist kein Rückschlag für den Arbeitsort

«Ich bin überzeugt, dass früher oder später auf dem Grundstück gebaut wird», sagt Rolf Huber. Dies werde entweder der Eichpark oder eine andere Überbauung sein. Den richtigen Zeitpunkt, den Eichpark doch noch zu verwirklichen, erwartet die NeoVac Gruppe frühestens in fünf bis zehn Jahren. Vorher wird sie das Projekt Eichpark nicht vermarkten. Wird jedoch ein Handelsbetrieb kommen und eine substanzielle Sicherheit bieten, kann NeoVac ein «sympathisches» und recht weit ausgearbeitetes Projekt aus der Schublade holen und Details aushandeln. «Grundstücke und Möglichkeiten in dieser Dimension sind selten auf der grünen Wiese.»

Das Einverständnis der Gemeinde Oberriet wollte die NeoVac Gruppe mittels eines Überbauungsplanes einholen. Gegen diesen gingen zwei Einsprachen ein. Diese haben aber keine Bedenken wegen des Projekts ausgelöst und keinen Einfluss auf die Entscheidung genommen, den Eichpark vorerst nicht zu realisieren. «Ich bin überzeugt, dass wir eine Regelung gefunden hätten», sagt Patrik Lanter, CEO und Verwaltungsratspräsident der NeoVac Gruppe. (vdl)

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