Zwei Bisherige, elf Neue

Dreizehn Kandidierende hat die CVP Rheintal am Mittwoch für den Kantonsrat nominiert. Sie versucht aber, eine volle Liste zu erreichen und will noch vier Kandidaturen nachnominieren.

Monika von der Linden
Drucken
Teilen

EICHBERG. Obwohl die CVP Rheintal noch nicht alle siebzehn Kandidaturen für eine volle Liste an den Kantonsratswahlen vom 28. Februar beisammen hat, nominierte sie am Mittwochabend ihre Kandidatinnen und Kandidaten. Weiter übertrug die Versammlung der Parteileitung die Kompetenz für eine eventuelle Nachnominierung. «Wir sind zuversichtlich, dass wir die Liste mit siebzehn Namen voll haben werden», sagte Präsident Ralph Lehner. «Leider haben wir das nicht bis heute Abend geschafft. Zum Teil fehlen noch Rückmeldungen von Arbeitgebern.»

Dürr und Schöbi wollen bleiben

Bisher vertraten fünf CVPler das Rheintal im Kantonsrat. Von ihnen stehen mit Patrick Dürr und Michael Schöbi aber nur zwei für eine weitere Legislatur zur Verfügung. Der Rückzug von Thomas Ammann (Rüthi) hatte sich durch seine Wahl in den Nationalrat ergeben. Ein erneutes Antreten von Werner Ritter (Hinterforst) widerspricht der Amtszeitbeschränkung. Ritter ist seit Mai 2000 Kantonsrat. «Er war bei der Einführung der Regel federführend und wird sie wohl nicht selbst kippen wollen», sagte Ralph Lehner.

Dietsche zieht sich zurück

Weiter steht Roger Dietsche (Kriessern) nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Er war erst im Februar dieses Jahres nachgerückt. Damals war Marlen Hasler zurückgetreten und Patricia Mattle hatte auf das Mandat verzichtet. Als Begründung für seinen Rückzug sagte Roger Dietsche, seine berufliche Belastung habe zugenommen.

Frauen über die Liste fördern

«Wir haben viele Mitglieder, die das Amt sehr gut füllen können und es auf die Liste der Parteileitung geschafft haben», sagte Ralph Lehner. Die zehn Kandidaten und drei Kandidatinnen (siehe Bildlegende), stellten sich den Delegierten einzeln vor und nutzten die Plattform, ihre Parteikollegen auf einen engagierten und profilierten Wahlkampf einzuschwören. «Wir haben aus den National- und Ständeratswahlen nicht viel Rückenwind für die Kantonsratswahlen, aber gute Chancen, wenn wir die Lethargie-Zone überwinden und die Komfortzone verlassen», meinte Ralph Lehner. Die Delegierten gaben allen Kandidierenden ihr einstimmiges Votum und auch die Gestaltung der Liste gab keinen Anlass zur Diskussion. Die CVPler folgten am Mittwoch in der Eichberger «Sonne» der Empfehlung der Parteileitung. Die Namen werden in alphabetischer Reihenfolge gelistet, wobei zunächst die Bisherigen, dann die Frauen und erst dann die Männer aufgeführt werden. «Seit Marlen Hasler nicht mehr im Rat ist, haben wir dort nach vielen Jahren erstmals keine Frauenvertretung mehr», begründete Ralph Lehner die frauenfördernde Massnahme.

«Sollte die Liste wider Erwarten doch nicht voll werden, werden wir die Namen der Bisherigen doppelt aufführen», sagte Lehner.