«Zuversichtlich, dass wir einen Schritt machen»

Der frühere Spitzenringer Hugo Dietsche über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der RS Kriessern.

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Hugo Dietsche, Sie sind seit mehr als 30 Jahren für den Ringersport an vorderster Front im Einsatz: Zuerst als Aktiver und jetzt als Trainer. Welche Highlights kommen Ihnen spontan in den Sinn?

Hugo Dietsche: Da kommen mir natürlich immer meine drei Olympiateilnahmen in den Sinn. Und speziell natürlich die Bronzemedaille von Los Angeles 1984. Und im Verein die goldenen Achtzigerjahre, in denen wir mit der Ringerstaffel Kriessern praktisch ein Jahrzehnt lang die Schweizer Ringer-Szene dominiert haben.

Hat sicher der Ringersport in den letzten Jahrzehnten verändert?

Dietsche: Ja, er hat sich verändert. Der Ringer-Weltverband Fila hat immer wieder mit Reglementsänderungen versucht, das Ringen attraktiver zu machen. Dies ist aber nur teilweise gelungen. Die Kämpfe sind intensiver geworden und die Taktik spielt eine grössere Rolle als früher. Deshalb ist das technische Ringen etwas in den Hintergrund gerückt worden.

Wo steht Ihr Verein, die Ringerstaffel Kriessern, heute?

Dietsche: Wir gehören zu den Top 4 in der Schweiz. Wir wollen allerdings einen weiteren Schritt nach vorne machen. Wir sind im Moment bei den Kadetten und Junioren gut bestückt. Und das stimmt mich zuversichtlich für die Zukunft.

Welcher Kriessner Ringer kann in den nächsten zehn Jahren an Olympischen Spielen starten?

Dietsche: International ist es knallhart, und der Quali-Modus für Olympia wird immer strenger. Im Moment haben wir zwei Athleten, die voll auf die Karte Sport setzen: Steven Graf und Fabienne Wittenwiler. Vielleicht schafft es ja auch eine Frau. Der Wille ist der Weg!

Interview: ad

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