Zurück auf der Sonnenseite

Der letzte Saison in den Abstiegskampf verwickelte FC Montlingen zeigte nach dem Trainerwechsel ein neues Gesicht. Nach der Hälfte der Meisterschaft liegt der FCM auf Rang vier.

Dominik Sieber
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Trainer Jürgen Maccani zeigt den Montlingern den Weg zum Erfolg. (Bild: Dominik Sieber)

Trainer Jürgen Maccani zeigt den Montlingern den Weg zum Erfolg. (Bild: Dominik Sieber)

FC MONTLINGEN. Nach der verkorksten letzten Saison gingen die Montlinger verhalten optimistisch in die neue Spielzeit: Im Sommer wurde von der Vereinsleitung mit einem Platz im gesicherten Mittelfeld ein realistisches Saisonziel kommuniziert. Nach den ersten elf Runden in der regionalen 2. Liga sind die Oberrheintaler auf Kurs. Mit nur zwei Punkten Rückstand auf das Führungstrio Buchs, St. Margrethen und Weesen spielen die Kolbensteiner gar an der Spitze mit.

Sie sind in der 2. Liga aus Rheintaler Sicht die Überraschungsmannschaft.

Beste Offensive der Liga

Dass Montlingen nach der Hälfte der Meisterschaft auf Rang vier liegt, ist allem voran auf die starke Offensive zurückzuführen. Trotz der frühen Ausfälle von Fabio Klingler und Fabian Flatz ist es den Montlingern gelungen, mit 34 Toren die meisten Tore zu schiessen.

Die vielen Verletzen waren durch die ganze Hinrunde ein Thema. Gerade deshalb verwundert es, dass Montlingen mit der gegenüber der letzten Spielzeit gleichen Mannschaft so erfolgreichen Fussball spielt. Sportchef Markus Heeb findet eine Antwort: «Der neue Trainer Jürgen Maccani macht hier einen tollen Job. Zudem hat sich das Team im mentalen Bereich weiterentwickelt.» Dass sich das Team weiterentwickelt hat, zeigt sich auch in den Mannschafts-Aufstellungen der Kolbenstein-Elf: Die zwei Eigengewächse Florian Haltiner und Sandro Lüchinger sind zu unbestrittenen Stammspielern gewachsen und kompensieren die Ausfälle der Routiniers tadellos. Auch in der ersten Hälfte dieser Spielzeit war Routinier Dominik Tiziani ein wichtiges Puzzleteil. Der 30-Jährige ist auf allen Positionen einsetzbar, zuletzt auch als treffsicherer «Notstürmer».

«Arbeit mach Spass»

Der neue Übungsleiter wusste, dass ihn in Montlingen keine leichte Aufgabe erwartet, daher ist es nicht verwunderlich, dass Jürgen Maccani eine positive erste Bilanz zieht: «Das ganze Team hat sich auf und neben dem Platz toll weiterentwickelt, und jeder geht für den anderen. Das führt dazu, dass die Arbeit auf dem Kolbenstein Spass macht.»

Trotz der guten Tabellenlage und den starken Auftritten wird die Vereinsleitung am Saisonziel nichts ändern. Das Ziel bleibt weiterhin ein Platz im gesicherten Mittelfeld ohne Abstiegssorgen. Dies wird den Montlingern wohl gelingen, denn im Frühling sind auch die vielen Verletzten wieder im Team, und Trainer Maccani kann wieder aus dem Vollen schöpfen. Vielleicht gelingt es dann auch, die miserable Derbybilanz aufzubessern: Alle drei Niederlagen der Vorrunde stammen aus einem Duell gegen einen Rheintaler Kontrahenten. Und das wurmt die Kolbensteiner schon.