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Zu viel des Guten?

Börse

Die aufgehellte Weltkonjunkturlage hat sich auch für die Schweiz bestätigt, wo das Wachstum im Q4 deutlich über dem langjährigen Durchschnitt zu liegen kam. Damit ist das hiesige BIP 2017 um 1 Prozent gewachsen. Erfreulich ist dabei besonders die sektoral breite Abstützung sowie die spürbare Beschleunigung im zweiten Halbjahr. Wir sehen daher die Erwartung bestätigt, dass die Schweizer Wirtschaft im laufenden Jahr eine Wachstumsrate von über 2 Prozent erreichen sollte.

Massgeblich unterstützt werden dürfte sie durch die anhaltend robuste Weltwirtschaft – angeführt durch die Konjunkturlokomotive USA. Allerdings stehen zunehmende Befürchtungen im Raum, die Steuerreform könnte nach anfänglichem Zusatzschub im nächsten Jahr einen bremsenden Effekt für das amerikanische Wirtschaftswachstum entfalten.

Nicht ganz so rosig ist die Lage an den Aktienmärkten. Spätestens seit der durch emporschnellende Zinsängste ausgelösten Korrektur der ersten Februarwoche ist die Nervosität an den Börsen wieder spürbar gestiegen. Obwohl die Fed unter der neuen Führung von Jerome Powell bislang keine konkreten Hinweise auf eine schärfere Gangart lieferte, dürften die Zinsängste vorerst nicht verfliegen und erhöhte Volatilität erzeugen.

Amerikanische Aktien nicht vorbehaltlos empfohlen

Nicht zuletzt wegen der Steuerreform ist nicht auszuschliessen, dass die Inflations- und Konjunkturdaten plötzlich zu gut ausfallen, weshalb sich die Fed doch noch zur schnelleren Straffung der geldpolitischen Zügel veranlasst sehen könnte. Somit steht an den Aktienbörsen zwar kein Rückfall in das Muster «Good News is Bad News» bevor, aber doch ein gewisses Unbehagen vor zu viel des Guten.

Daher behalten wir unsere Empfehlung für ein leichtes Untergewichten von US-Aktien bei und geben weiterhin Schweizer, europäischen und japanischen Aktien den Vorzug. Während die Zinsdiskussionen bei den Aktien zumindest ein bestimmendes Element bleiben dürften, wirft die weiter fortschreitende (USA) bzw. die sich abzeichnende (EWU) Zinsnormalisierung auf dem Anleihenmarkt seine Schatten weiter voraus. So lassen trotz des zuletzt leichten Rückgangs die Obli­gationenrenditen ihre Talsohle deutlich hinter sich.

Der Renditeaufschlag für HY-Anleihen zu IG-Obligationen bleibt gering, während die Kreditqualität sich nicht mehr weiter verbessern dürfte. Wir nutzen bei HY-Anleihen daher die Beruhigung nach der Februar-Korrektur zur Reduktion der empfohlenen Quote. Wie für die Obligationen insgesamt raten wir somit neu für HY-Anleihen zu einem leichten untergewichten. Gleichzeitig behalten wir gerade im aktuellen Aktienumfeld unsere Empfehlung für ein starkes Übergewichten für alternative Strategien bei und erachten auch weiterhin indirekte Immobilienanlagen als recht interessant. (pd)

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