Zonentauschen für Häuslebauer

Im Elmat an der Bergstrasse hat es noch freie Bauparzellen. Für eine gescheite Aufteilung und Erschliessung möchte die Gemeinde das Bauland mit einem Flächentausch zwischen Bauland und Nichtbauland anders arrondieren.

Max Tinner
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Im Elmat ob Rebstein: Beidseits der Bergstrasse soll man bald bauen können. Etwa hier, wo das Auto fährt, wird ausserdem ein Verkehrsberuhigungselement in die Strasse gebaut. Und talseitig gibt es bis zum Elmatweg hinab ein Trottoir. (Bild: Bilder: Max Tinner)
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Im Elmat ob Rebstein: Beidseits der Bergstrasse soll man bald bauen können. Etwa hier, wo das Auto fährt, wird ausserdem ein Verkehrsberuhigungselement in die Strasse gebaut. Und talseitig gibt es bis zum Elmatweg hinab ein Trottoir. (Bild: Bilder: Max Tinner)

Im Elmat ob Rebstein: Beidseits der Bergstrasse soll man bald bauen können. Etwa hier, wo das Auto fährt, wird ausserdem ein Verkehrsberuhigungselement in die Strasse gebaut. Und talseitig gibt es bis zum Elmatweg hinab ein Trottoir. (Bild: Bilder: Max Tinner)

An schöner, ruhiger Aussichtslage an der Bergstrasse ob Rebstein hat es noch ein paar freie Bauparzellen, deren Eigentümer auch bereit sind, sie zu überbauen oder für eine Überbauung zu verkaufen. Ein Teil des Baulands liegt aber so ungünstig, dass es nicht mit vernünftigem Aufwand und Flächenverbrauch erschliessbar ist. Die Gemeinde möchte deshalb mit einem Teilzonenplan Flächen tauschen: hier etwas abzwacken, dort etwas dazugeben, und umgekehrt.

Der Austauschsaldo ist ausgeglichen: 3709 m2 aus dem Übrigen Gemeindegebiet sollen der Einfamilienhauszone zugeschlagen werden, 3709 m2 aus der Einfamilienhauszone sollen Landwirtschaftsland werden.

Von diesem Tausch betroffen, direkt am Wanderweg über die Wiese, sind allerdings auch knapp 1300 m2 Fruchtfolgefläche. Solche darf in der Regel nicht angetastet werden. Weil besagte Fläche für eine Nutzung als Acker aber nur beschränkt tauge und die Umzonung aus raumplanerischer Sicht sinnvoll sei, lasse es der Kanton zu, heisst es im Planungsbericht.

Aus 19000 m2 üG wird Landwirtschaftszone

Ausserdem soll die ganze weitere offene Fläche unterhalb der Bergstrasse, die heute in den Plänen als Übriges Gemeindegebiet eingetragen ist (und als solches einstmals als potenzielles Bauland angesehen worden war), der Landwirtschaftszone zugeteilt werden. Das sind immerhin an die 19000 m2.

Gleichzeitig mit dem Teilzonenplan hat der Gemeinderat einen Überbauungsplan erarbeiten lassen, der regelt, wie das Bauland erschlossen werden soll. Auch die Verlegung des Rheintaler Höhenwegs um ein paar Meter ist damit verbunden.

Die Autofahrer auf der Bergstrasse ausbremsen

Vorgesehen ist auch eine Umgestaltung der Bergstrasse in diesem Bereich. Mitten in die lange Gerade, auf der so mancher Autofahrer gerne etwas zügiger unterwegs ist, soll ein Verkehrsberuhigungselement gestellt werden. Künftig sollen die Autofahrer langsamer durch das Gebiet Elmat-Eggeli-Isenbüel fahren, wo wegen der nahen Schule auch Kinder unterwegs sind. Talseitig ist entlang der Bergstrasse zudem bis zum Elmatweg (welcher zum Kindergarten Isenbühl und weiter in die Dorfmitte hinab führt) ein Trottoir vorgesehen. Dafür muss die Gemeinde von einigen Anstössern etwas Boden kaufen.

Die alte Linde serbelt

Tangiert ist auch die Schutzverordnung der Gemeinde, weil in dem für die Überbauung vorgesehenen Gebiet auf einer kleinen Kuppe eine grosse, alte Linde steht, die unter Schutz steht. Dieser Baum sei aber krank, heisst es im Planungsbericht, der sich wiederum auf ein Gutachten des Revierförsters stützt. Im Überbauungsplan ist eine Ersatzpflanzung vorgesehen.

Die Pläne für all diese Änderungen unterstehen dem fakultativen Referendum. Sie liegen noch bis 23. Oktober auf der Gemeinderatskanzlei auf. Allfällige Gegner müssten zum Erzwingen einer Abstimmung 257 Unterschriften von Stimmberechtigten sammeln.