Zivilschutz hilft Museen

Von Montag bis Mittwoch stand der Kulturgüterschutz an zwei Orten im Einsatz. Der Zivilschutz unterstützt die Museen der Region bei verschiedenen Arbeiten.

Remo Zollinger
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Die Fahne hängt gerade: Ein weiteres kleines Puzzlestück vor der Museumsnacht ist erledigt. (Bild: rez)

Die Fahne hängt gerade: Ein weiteres kleines Puzzlestück vor der Museumsnacht ist erledigt. (Bild: rez)

Die Sonderausstellung zum Thema Kopfbedeckungen, die im Juni gewonnene Abstimmung zum Umbau und an diesem Wochenende die Teilnahme an der langen Nacht der Museen: Das Altstätter Museum Prestegg steckt im letzten Viertel eines beschäftigungsreichen Jahres. 2018 dürfte als erfolgreich in die Museumsgeschichte eingehen.

Nicht nur wegen der Abstimmung, sondern auch, weil die Sonderausstellung viele Besucher anlockte. Davon zeugen die Einträge im Gästebuch, das im Foyer aufliegt. Einen verfasste eine Familie aus den USA mit Vorfahren im Rheintal.

Neben den Kopfbedeckungen sind in der Ausstellung auch Bilder zu sehen. Diese gehören zu einer Sammlung, die das Museum im letzten Jahr digitalisiert hat – unter anderem mit der Mithilfe der Kulturgüterschutz-Einheit der Zivilschutzorganisation Oberes Rheintal. In den letzten drei Tagen stand der Kulturgüterschutz wieder in Altstätten und auch in Oberriet im Einsatz, um Museen zu unterstützen.

Der Platznot ein wenig Abhilfe geschaffen

Damit die Museen solch ansehnliche Ausstellungen wie die zum Thema Kopfbedeckungen zeigen können, sind sie auf einen reichen Sammlungsschatz angewiesen. In Altstätten sind viele interessante, teils sehr wertvolle Gegenstände aus vergangenen Zeiten gelagert – in einem schier überquellenden Fundus in einem Keller. Dort arbeiteten von Montag bis Mittwoch unter der Leitung von Museumskurator Marcel Zünd drei Zivilschützer. Gemeinsam hatten sie die Aufgabe, der herrschen­-den Platznot im Fundus ein wenig entgegenzuwirken. Sie sortierten Gegenstände, erfassten sie per Fotografie für die Datenbank und räumten sie wieder ins Lager ein – ein wenig platzsparender, ein wenig geordneter, schön in Kisten verpackt.

Der Fundus sieht nach drei Tagen Arbeitseinsatz deutlich sauberer aus als zuvor, besonders im Eingangsbereich.

Nicht nur das Museum Prestegg profitiert

Daneben standen kleinere Rei­nigungsarbeiten an. Die Gestelle wurden ebenso gesäubert wie etwa eine Öllampe. Sie soll am Samstagabend zum Einsatz kommen, beim Abendspaziergang mit Museums-Vizepräsident Werner Ritter durchs Städtli.

Marcel Zünd sagte den Helfern, ihre Einsätze seien für das Museum sehr wertvoll. Dass der Kulturgüterschutz solche Aufgaben wahrnimmt, steht in seinem Pflichtenheft. Dort heisst es etwa, der KGS unterstütze die Gemeinden bei der Erfüllung ihrer Kulturgüterschutzaufgaben. Vielfach betrafen die etwa Inventuren in Kirchen, doch zuletzt stand der KGS vor allem für die Museen der Region im Einsatz.

Neben Altstätten arbeitete der Zivilschutz in den letzten Tagen auch mit vier Personen in Oberriet und Montlingen. Auch Museumsleiterin Silke Schlör war froh über den Einsatz der KGS-Spezialisten.