Zinko köpfelt FC Rebstein eine Cuprunde weiter

Beim 2:1-Sieg im Cup gegen Bad Ragaz zeigte sich der FC Rebstein von seiner besten Seite.

Remo Zollinger
Drucken
Teilen
Bei Rebstein gegen Bad Ragaz mussten alle um ihre Position kämpfen.

Bei Rebstein gegen Bad Ragaz mussten alle um ihre Position kämpfen.

Bild: Hansueli Steiger

Nach Coronafällen bei mehreren Clubs steht der Saisonstart im Regionalfussball unter keinem guten Stern. Vom Virus betroffen war auch der FC Bad Ragaz, weshalb sein Erstrunden- Cupspiel in Rebstein um anderthalb Wochen verschoben wurde. Die sonst so fitten, von Exprofi Marius Zarn trainierten Ragazer – sie besiegten Rebstein vor sieben Wochen in einem Testspiel 4:2 – mussten in Quarantäne.

Im Cupduell vom Dienstagabend machte aber nicht dies den Unterschied zwischen den beiden Drittligisten aus. Bad Ragaz zeigte sich ähnlich stark wie im Testspiel, vor allem in der ersten Hälfte. Der FC Rebstein ist im Vergleich mit dem Test jedoch deutlich stärker geworden. So entwickelte sich ein Drittliga- Duell mit viel Niveau. Tempo und Rhythmus waren stets hoch, langweilig war es nie.

Bad Ragaz ist keine Pause anzumerken

Den Gästen war nicht anzumerken, dass sie zuletzt nicht trainieren durften. Sie gewährten Rebstein keinen Platz und suchten sofort die Offensive. Nando Bersorgers 1:0, das er in der zehnten Minute per Kopf erzielte, war der verdiente Lohn für eine äusserst starke Ragazer Startphase.

Für den FCR ging alles etwas zu schnell. Er steigerte sich danach aber deutlich. Philip Baumgartner bleib im Eins-gegen-Eins mit Ragaz-Goalie Karim Ibrahim hängen, Nderim Bektashi schoss in einer Minute zuerst links und dann rechts vorbei. Weil in dieser Phase auch die Gäste Möglichkeiten hatten und beide Teams viel Intensität an den Tag legten, gab es kaum eine ruhige Minute. Ein zweites Tor fiel vor der Pause aber nicht.

Rebstein dreht das Spiel nach dem Seitenwechsel

Mit Taras Zinko und Luc Sonderegger standen bei der Heim-elf in der zweiten Hälfte neue, frische Kräfte auf dem Platz. Beide zeigten starke Leistungen: Zinko als Siegtorschütze, Sonderegger als Aussenverteidiger mit Offensivdrang.

Die erste Szene gehörte aber Spielmacher Valentino Tomasic: Seine Freistossflanke aus rund 35 Metern wurde länger und länger und senkte sich hinter Ibrahim zum 1:1 ins Netz. Der Goalie hatte keine Chance, da viele Spieler im Weg standen, aber keiner ablenkte. Tomasic war es auch, der in der 57. Minute den siegbringenden Eckball trat: Zinko stieg in der Mitte am höchsten und brachte Rebstein mit einem wuchtigen Kopfball mit 2:1 in Führung.

Diese Führung brachte Rebstein aus drei Gründen über die Zeit: Erstens war die Heimelf nun das bessere Team, besonders schön waren einige Kombinationen über mehrere Stationen. Dann kamen die Gäste dem Tor zwar nahe, aber nur bis zur Latte, die einmal für den geschlagenen Dominik Roth rettete. Und Rebsteins Einsatz war stark: Besonders der eingewechselte Elion Sopi glänzte damit, weite Wege zu gehen und so viele Ballgewinne zu verzeichnen, die Zeit brachten.

OFV-Cup, 1. Runde

Rebstein (3.Liga) – Bad Ragaz (3.) 2:1 (0:1)
Tore: 10. Bersorger 0:1, 48. Tomasic 1:1, 57. Zinko 2:1.
Rebstein: Roth; Eugster (46. Sonderegger), Kocabas, Böhrer, Dürr (71. A. Shahini); Tomasic, Celentano, Köppel; Cabezas (78. Sopi), Bektashi (46. Zinko), Baumgartner (62. Nüesch).
Bad Ragaz: Ibrahim; Kressig, Roffler (58. Schneider), In ‘t Zand, Pereira; Mühlebach, Näf, Caluori (65. Monteiro); Chiavaro, Thöny, Bersorger (58. Belinger).
Gelbe Karten: 26. Kocabas, 73. Mühlebach, 75. Schneider, 79. Chiavaro, 81. Köppel, 89. Tomasic.
Rote Karte: 94. Mühlebach.