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Ziel erreicht, aber nicht mehr

Der FC Montlingen hat sein Ziel mit dem siebten Platz erreicht. Die schwache Rückrunde (drei Siege, acht Niederlagen) sendet aber warnende Signale aus.
Dominik Sieber
Der FC Au-Berneck (rechts) hat den FC Montlingen in der Rückrunde der Saison 2015/16 als bestes Rheintaler 2.-Liga-Team abgelöst. Montlingen fiel auch hinter Altstätten zurück. (Bild: Dominik Sieber)

Der FC Au-Berneck (rechts) hat den FC Montlingen in der Rückrunde der Saison 2015/16 als bestes Rheintaler 2.-Liga-Team abgelöst. Montlingen fiel auch hinter Altstätten zurück. (Bild: Dominik Sieber)

FC MONTLINGEN. Schon vor dem Rückrundenbeginn vor rund zwölf Wochen stellte sich unsere Zeitung bei der Vorschau auf die zweite Saisonhälfte des FC Montlingen die Frage, ob der Verein die qualitativen Verluste der vielen Stammspieler früher oder später bemerkbar machen. Die Antwort hatte man in den letzten Wochen schnell gefunden: Die Ausfälle und die aus wirtschaftlichen Gründen ausbleibenden Kompensationen führten früh zum Absturz in der Tabelle. Die Oberrheintaler fielen nach einem guten Herbst von Rang drei auf den siebten Rang zurück.

Keine Leadertypen im Team

«Was im Herbst noch klappte, klappte im Frühling nicht mehr und vieles lief gegen uns», resümiert Sportchef René Hutter. Eine treffende Analyse des sportlichen Leiters der Kolbensteiner. Noch im September produzierten die Oberrheintaler genügend Torchancen und zeigten gegen Au-Berneck, Altstätten oder auch Chur sehr gute Spiele. Nach der langen Winterpause änderte sich das Bild: Im Rückblick darf auch erwähnt werden, dass die Mannschaft die Ausfälle von Damian Tiziani und Fabio Klinger sowie den Rücktritt von Eicher als Spieler nicht verkraftet hat. Vor allem die ersten beiden Spieler galten vor ihren Verletzung als Leadertypen, die wenn nötig auch mal die Emotionen ins Spiel brachten. Diese Qualität fehlte dem jungen Team im Frühling in den wichtigen Momenten.

Dazu kam, dass viele Spieler wie etwa Adem Kum ihr grosses Potenzial in der zweiten Saisonhälfte nicht abrufen konnten. Diese dürfte wohl auch auf die vielen, nötigen Wechsel in den Startformationen zurückzuführen sein. Teilweise fehlten Trainer Jürgen Maccani bis zu acht Spieler. Die Folge dieser Faktoren sind bekannt: Die Kolbenstein-Elf verlor acht der elf Spiele in der Rückrunde.

Warnsignale wahrnehmen

Den Teufel an die Wand malt aber noch keiner am Fusse des Bergli. Auch in der Rückrunde zeigten die Montlinger im richtigen Moment Charakter und siegten just in dem Moment, in dem sie dem Trennstrich wieder näher kamen. Die Siege gegen Rebstein und Rorschach wurden zum richtigen Zeitpunkt eingefahren.

«Wir haben das Ziel gesicherter Mittelfeldplatz erreicht», sagt René Hutter. Die «Tiefstapelei» vor der Saison zeigte aber auch, dass die Vereinsleitung die Situation korrekt eingeschätzt hat. Trotzdem muss die schwache Rückrunde für die Verantwortlichen und das Team ein Warnsignal gewesen sein. Die Liga wird mit den Absteigern Mels und Widnau noch stärker.

Zwei Abgänge nach Widnau

Das Kader wird mehrheitlich zusammenbleiben: Einzig Valentin Aggeler und Darryl Thurnherr wechseln zum neuen Ligakonkurrenten Widnau. Das Team hat das Potenzial, um in der neuen Saison wieder im gesicherten Mittelfeld mitzuspielen. Vorausgesetzt, es werden die Abgänge kompensiert und die aktuellen Spieler finden zur Normalform zurück. Ansonsten heisst die Realität ab Sommer auf dem Kolbenstein: Abstiegskampf statt Mittelfeldplatz.

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