Ziel: Bauvorlage im Spätherbst

HEERBRUGG. Im kantonalen Vergleich ist die OMR die Oberstufenschule mit den geringsten Kosten pro Schüler. Eine gute Ausgangslage für den Projektierungskredit. Zur Wahl stehen Sanierung, Abriss und Umnutzung der Turnhalle Kirchplatz.

Monika von der Linden
Drucken
Teilen
Unter der Leitung von Tom Bertényi eröffnen die OMR Voices die Bürgerversammlung: «I believe in love». (Bild: Monika von der Linden)

Unter der Leitung von Tom Bertényi eröffnen die OMR Voices die Bürgerversammlung: «I believe in love». (Bild: Monika von der Linden)

«Die OMR Voices sangen zur Begrüssung von Liebe und vom Fortrennen», sagte gestern Abend Ivo Riedi. «Liebe zur Oberstufe Mittelrheintal zeigen Sie mit Ihrem Kommen. Und ich hoffe, Sie rennen von der Bürgerversammlung nicht gleich wieder fort.» In seiner ersten Versammlung als Schulratspräsident präsentierte Riedi 77 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern Jahresrechnung und Budget.

Das Rechnungsjahr schloss um 598 598 Franken besser ab als veranschlagt war. Dieser Betrag fliesse anteilmässig an die jeweiligen Politischen Gemeinden zurück, sagte er. Aus dem Budget 2013 ergebe sich ein Steuerbedarf von 11,117 Mio. Franken. Diesem stünden Einnahmen von 975 900 Franken gegenüber.

Turnhalle muss saniert werden

Mit der Vorlage des Budgets beantragte der Schulrat einen Projektierungskredit von 100 000 Franken zu genehmigen. Die Einfachturnhalle Schulhaus Kirchplatz müsse saniert werden, sagte Riedi. (siehe diese Zeitung vom 12. März). Denkbar wäre eine Sanierung, ein Abriss oder eine Umnutzung, sagte Riedi.

Er stellte das Bauvorhaben in Zusammenhang mit zusätzlichem Raumbedarf der Musikschule Unterrheintal, den bereitzustellen die OMR verpflichtet ist. Für den Hauswirtschaftsunterricht benötige die OMR sechs Schulküchen mit Theorieraum. Drei stünden auf dem Gelände der OMR, drei weitere in den umliegenden Dörfern. Weiter müsse der Trakt C vom Schulhaus Kirchplatz saniert werden. Der Rat habe ein Projekt für eine Lösung ins Auge gefasst, die alle Bedürfnisse berücksichtige. Hierüber seien die Präsidenten der Politischen- und Schulgemeinden bereits informiert worden. Ziel sei es, sagte er, im Spätherbst eine Vorlage an die Urne zu bringen. Mit der anschliessenden diskussionslosen und vorbehaltlosen Zustimmung der Bürgerschaft sämtlicher Anträge ist der Schulrat nun beauftragt, eine optimale Variante zu bestimmen und zu projektieren.

Velounterstand und Leitsystem

Weiter hat der Schulrat geplant, im Trakt A (Schulhaus Kirchplatz die Zimmerdecke für 120 000 Franken zu sanieren. Beim Schulhaus Am Bach wird ein zusätzlicher Velounterstand errichtet (98 000 Franken) und für den weitere Ausbau der Leitsystems im Schulhaus Am Bach sind 80 000 Franken nötig.

Günstigste Oberstufe im Kanton

Im Kanton St. Gallen seien die Kosten erhoben worden, die in den etwa zehn reinen Oberstufenschulen pro Schüler anfallen, sagte Riedi. Die OMR habe 2010 um 3066 und im Jahr 2011 um 2263 Franken unter dem Durchschnitt gelegen. «Unser Ziel ist es, das zu halten, aber mindestens unter dem Durchschnitt zu bleiben.

Einen Weg, Kosten einzusparen sieht Riedi darin, den Druck des Jahresberichtes von derzeit 9500 Exemplaren stark zu reduzieren und den Bericht als PDF-Dokument zur Verfügung zu stellen. Eine Konsultativabstimmung ergab, die Mehrheit ist dafür. Ein recht grosser Anteil sprach sich aber auch dagegen aus.

Handys im Unterricht

Christoph Rüttimann führt mit einer Schulklasse aktuell einen Test durch. Seine Schüler arbeiten im Unterricht mit dem Handy. Via WLAN loggen sie sich ins Schulsystem ein und können zum Beispiel Fragebogen per Handy ausfüllen. Damit wolle er den Schülerinnen und Schülern verdeutlichen, ein Handy tauge nicht nur zum Chatten, es könne auch anders genutzt werden, sagte Rüttimann. Früher seien Handys an der Schule verpönt gewesen, heute können sie in den Unterricht eingebunden werden.

Ernst Ruppaner gab zu bedenken, ein solches Projekt könne zu einem Obligatorium für Handys führen. Riedi räumte ein, im Rat noch nicht alle Fragen diskutiert zu haben und diese Frage sei berechtigt.

80 Prozent aller Schülerinnen und Schüler besässen ein Handy, sagte Rüttimann. Arbeiten die Schüler im Dreierteam, seien also genug Geräte vorhanden.

Aktuelle Nachrichten