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Rheintaler Wallfahrt nach Einsiedeln: Die Gnadenkapelle im Mittelpunkt

«Erfüllt vom Feuer des Heiligen Geistes» war das Leitwort der diesjährigen Rheintaler Wallfahrt vom Samstag.
Theodor Looser
Rheintaler Pilger nach der Eucharistiefeier auf dem Weg ins Dorfzentrum. (Bild: Theodor Looser)Rheintaler Pilger nach der Eucharistiefeier auf dem Weg ins Dorfzentrum. (Bild: Theodor Looser)
Die Jugendlichen waren einmal mehr mit dem Töffli angereist. (Bild: Theodor Looser)Die Jugendlichen waren einmal mehr mit dem Töffli angereist. (Bild: Theodor Looser)
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Zeugen einer positiven Botschaft

Das Vorbereitungsteam mit Dekan Josef Benz hatte für die traditionelle Wallfahrt nach Einsiedeln ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Spezieller Gast und Festprediger war Pater Adrian Willi, Provinzial der Pallottiner in Gossau. Er hielt am Nachmittag ein Referat über die Grundgedanken des Ordens von Vinzenz Pallotti. Die Stadtmusik Altstätten begleitete die Pilgerinnen und Pilger den ganzen Tag hindurch mit festlicher Musik.

Von verschiedenen Seiten kommend trafen am frühen Morgen acht Cars mit gegen 300 Personen auf dem Allmendplatz ein, wo die Pilger von Josef Benz begrüsst und mit einem feierlichen Segen für die Wallfahrt gerüstet wurden. Die Stadtmusik spielte erste Stücke – und los ging es. Auch die Jugendlichen starteten ihre «Töffli-Challenge» und nahmen den Weg zum Wallfahrtsort unter die Räder. Nach der Ankunft in Einsiedeln fand der Pilgerempfang vor dem Kloster durch die Stadtmusik statt.

Mittelpunkt Gnadenkapelle

Höhepunkt des Tages war die feierliche Eucharistiefeier in der Klosterkirche. In seiner Festpredigt sagte Pater Adrian Willi, der Wallfahrtsort Einsiedeln sei Zeuge einer positiven Botschaft, gerade im Hinblick auf die vielen Probleme unserer Zeit. Er sei ein Ort des Glaubens und nicht nur ein Menschenwerk, weil schon viele Generationen von Glaubenden hier waren und noch viele kommen werden. Hier bekämen sie Stärkung im Glauben. Mittelpunkt der Wallfahrt ist die Gottesmutter Maria in der Gnadenkapelle. Wo man es schwer hat, sei Maria in mütterlicher Fürsorge da.

Das Mittagessen wurde wie immer im Dorfzentrum genossen. Während des Desserts spielte die Stadtmusik einige rassige Stücke. Für den Nachmittag hatte das Team verschiedene Anlässe organisiert. Man konnte mitmachen beim Gestalten von Teelichtgläsern in der Knechtenstube oder den Marstall des Klosters, das Diorama Bethlehem oder das Panorama in Eigenregie besuchen. Die Jugendlichen fuhren nach Schindellegi zum Bowlingcenter.

Pater Adrian Willi hielt im grossen Klostersaal den Vortrag zum Thema «Laien – Apostolat in Kirche und Welt». Das besondere Kennzeichen des Ordensgründers der Pallottiner, Vinzenz Pallotti (1795–1850), war die Postulierung des Laienapostolats. Der Grundgedanke verursachte in der Kirche zuerst Probleme, da diese nur das Apostolat der Hierarchie akzeptierte. Pater Willi erklärte, dass Papst Pius der XI. Pallotti 1933 zum Patron der «katholischen Aktion» erhoben habe. So bestätigte der Papst den Gedanken, dass jeder Katholik als Apostel tätig sein sollte.

Beim zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) wurde ein Dekret über das Laienapostolat erstellt. Pallotti wurde am Anfang des Konzils heilig gesprochen und zum Patron des Konzils ernannt. «Sehen wir in diesem Sinne die Aufbrüche in der Kirche», sagte Pater Willi, «nicht nur die Krise. Wir sollten vermehrt nach dem Willen Gottes fragen.»

Am Nachmittag trafen die Töfflifahrer vor der Klosterkirche ein und feierten einen Jugendgottesdienst. Sie kehrten am Sonntag nach Hause zurück. Nach der Pilgerandacht mit Segnung der Pilgerandenken und der feierlichen Vesper mit dem «Salve Regina» fanden sich nach 17 Uhr die Pilger auf dem Busparkplatz ein, um nach ei­nem Abschiedsakt mit Musik die Busse zur Heimfahrt zu besteigen.

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