Zehn Jahrzehnte und ihre Musik

Auf eine Zeitreise durch das vergangene 20. Jahrhundert nahm der Musikverein Konkordia Au sein Publikum am Samstagabend mit. In Erinnerungen schwelgen an grosse Stars und ihre Hits war angesagt.

Bea Sutter
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Der Musikverein Konkordia präsentierte Hits und Klassiker aus dem 20. Jahrhundert.

Der Musikverein Konkordia präsentierte Hits und Klassiker aus dem 20. Jahrhundert.

AU. «Es war einmal…» – unter dieses Motto stellte der Musikverein Konkordia Au das Unterhaltungsprogramm. Präsident Stephan Bleisch freute sich beim Blick in die voll besetzte Mehrzweckhalle über den Grossaufmarsch der Freunde und Gönner des Musikvereins Au. Er lud alle ein, in längst vergangene Zeiten einzutauchen.

Talentierter Nachwuchs

Den Auftakt machte die Jugendmusik Au-Berneck unter der Leitung von Raphael Rebholz. Was der Nachwuchs draufhat, bewiesen die jungen Musikantinnen und Musikanten mit Stücken wie «The Marches of John Williams», «Storia Montana», «Stronger», «Roar» – mit Pascal Reifler als Saxophon-Solisten – und «Respect». Natürlich wurden die grossartigen Leistungen mit dem Ruf nach Zugaben goutiert. Dabei beeindruckte Jana Schläpfer mit einem Querflöten-Solo.

Perlen aus zehn Jahrzehnten

Als sich der Vorhang wieder öffnete, ging ein bewunderndes Raunen durch das Publikum. Die Musikantinnen und Musikanten der «Konkordia» hatten sich in Gala gestürzt und begrüssten mit der aus dem ersten Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts stammenden «Olympic Fanfare and Theme». Moderator Hanspeter Metzler hatte zu jedem Jahrzehnt und zu den in dieser Zeit entstandenen Hits und ihren Stars erläuternde Worte, natürlich auch gespickt mit der richtigen Portion Humor. 1910 stach «12th Street Rag» hervor. Eine Komposition von Melodien aus aller Welt waren im Stück «Around the World in 80 Days» zu hören. Beeindruckend war das Oboen-Solo von Denise Portmann. «Woascht no…?» war im Publikum zu vernehmen, als das Musikkorps unter der Leitung von Alain Wozniak «Vom Winde verweht» oder ein Jahrzehnt später Frank Sinatras «New York» und «My Way» – mit einem brillanten Trompeten-Solo von Marc Zellweger – spielte. 1950 gehörte dann Marilyn Monroe mit «Wanna Be Loved By You». Es folgten die Sixties mit «Woodstock», die Seventies mit «Everybody Needs Somebody to Love». Nach diesen bunten und wilden Jahren hiess es in den Achtzigern «Back to the Future». Ein «Bon Jovi Rock Mix» stand für die Neunziger. All diese Hits wurden mit Brillanz umgesetzt und vorgetragen, immer wieder stachen einzelne Instrumenten-Gruppen oder Musikanten durch wunderbare Soli hervor. Die virtuose «Baustellen»-Perkussion, wo fünf Musikanten mit Tafeln, Fässern und Kübeln Musik erzeugten, fand ebenfalls grossen Gefallen. Am Schluss gingen Dankesworte an alle vor und hinter der Bühne, die zum Gelingen beigetragen haben.

Schmissige Melodien der Jugendmusik Au-Berneck unter der Leitung von Raphael Rebholz. (Bilder: Bea Sutter)

Schmissige Melodien der Jugendmusik Au-Berneck unter der Leitung von Raphael Rebholz. (Bilder: Bea Sutter)

Zusammen 100 Jahre im Musikverein: Alois Zoller und Andreas Zoller spielen seit 50 Jahren aktiv in der «Konkordia» Au.

Zusammen 100 Jahre im Musikverein: Alois Zoller und Andreas Zoller spielen seit 50 Jahren aktiv in der «Konkordia» Au.