Zahnbürsteli für den Waldhornisten

So ungern Rüthis Gemeinderat seinen Präsidenten ziehen lässt, so besorgt ist er doch, dass Thomas Ammann alles Nötige dabei hat, wenn er in den Zug nach Bern steigt.

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So ungern Rüthis Gemeinderat seinen Präsidenten ziehen lässt, so besorgt ist er doch, dass Thomas Ammann alles Nötige dabei hat, wenn er in den Zug nach Bern steigt. An der Wahlfeier letzten Donnerstag beschenkten Vizegemeindepräsident Aldo Frei und Neu-Gemeinderätin Monika Eggenberger den frischgewählten Nationalrat mit Zahnpasta und Zahnbürsteli. Sollte es zu einem ersten Statement vor laufender Fernsehkamera kommen, ist damit ein strahlendes Lächeln garantiert. Der amtierende Kantonsratspräsident (und Blasmusik-Verbandspräsident sowie Wahlrüthner) Markus Straub zählte sodann auf, was der einstige Kantonsratspräsident (und Wahlrüthner) Thomas Ammann als Volksvertreter auf kantonaler Ebene die letzten 15 Jahre in St. Gallen geleistet hat – die Arbeit als Gemeindepräsident dazugezählt ergab sich mehr als ein 100-Prozent-Pensum. Wenn Ammann in einem Jahr das Gemeindepräsidium abgebe, werde er noch auf einen 50-Prozent-Job kommen, meinte Straub. Die restliche Zeit werde er frei haben – und Zeit für Hobbies. Mit einem Blick über die Schulter auf die Bühne der Mehrzweckhalle meinte er: «In der Rüthner Musik hätte es noch Platz.» Abwegig ist der Gedanke nicht: In seiner Jugend in Oberriet spielte Ammann Waldhorn. Hätte er damals gewusst, dass er einmal in Bern andern Politikern den Marsch blasen würde, hätte er sich womöglich für die Trompete entschieden. (mt)