Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Wort, Witz und Saxofon

Weil es in ihm brodelte, wollte Peter Lenzin ein eigenes Programm. Das Publikum an der Vorpremiere in der Bühne Marbach war begeistert: Der Auftakt zu Lenzins Musik-Kabarett-Karriere ist ihm sehr gut geglückt.
Andrea Kobler
Peter Lenzin begeisterte mit Wort, Witz und Musik – hier mit «Blues In The Closet» mit Sopran- und Tenor-Saxofon. (Bild: Andrea Kobler)

Peter Lenzin begeisterte mit Wort, Witz und Musik – hier mit «Blues In The Closet» mit Sopran- und Tenor-Saxofon. (Bild: Andrea Kobler)

Peter Lenzin ist sensibel. Hypersensibel! Seine Gefühle drückte er bisher mit dem Saxofon aus. Doch dann brodelte es in ihm, er wollte ein eigenes Programm. Er wollte Neues, mehr sprechen als musizieren. Das Publikum war neugierig und dann begeistert.

Das erste Soloprogramm des Jazz-Musikers Peter Lenzin heisst «Von Tuten und Blasen» und fühlt sich an wie eine Zeitreise durch sein Leben. Ein Leben mit Herz, Witz und Saxofon. Im Konservatorium spornte ihn Oto Vrhovnik an: «Du musst spielen schnell.» Oft wurde aber die Musik auch zur Nebensache. Zum Beispiel bei seinem halbjährigen Studienaufenthalt in New York: «Ruhe, oder ich schiesse», drohte dort ein Nachbar. In Tschechien kam der Tourbus vor dem Firmensitz von «Budweiser» zum Stehen und auf einem Schiff-Auftritt nötigte ein schlecht gelaunter Gast die Band zu einer Sondereinlage.

Am Samstag war alles anders. Die Vorpremieren-Gäste hingen Peter Lenzin an den Lippen, sie lachten, strahlten. Lenzin bot kurzweilige Anekdoten, vorgetragen mit Tempo und Witz. Saxofon, Klarinette oder Querflöte mit viel Growling rissen das Publikum mit. Ein Ziegenfell-Dudelsack, der zwei Wochen vor der Premiere nicht mehr mitmachen wollte und erst zwei Tage vor der Vorpremiere per Expresspost in Marbach eintraf, und die Zugabe mit Sohn Mattias’ Blockflöte schreien förmlich nach mehr.

«Ich bin erleichtert, zufrieden und froh, einen Tag frei zu haben, um alles auf mich wirken zu lassen», beschrieb Peter Lenzin seine Gefühle nach der kurzweiligen 90-minütigen Show.

Genau ein Jahr ist seit der ersten Idee für das Soloprogramm vergangen. Ein Jahr voller Ideen, Zuversicht, aber auch Zweifel. Rund 30 Tage hatte Peter Lenzin mit dem Autor und Regisseur, dem Komiker Michel Gammen­thaler, an diesem Projekt gearbeitet. Zu Hause hatte er stundenlang ausprobiert und geübt und achtmal eine Kurzversion davon auf der Bühne vorgetragen. Einmal war er zu brav, dann wieder zu ehrfürchtig, immer aber lernte er etwas dazu. Vor zwei Wochen dann ein grosses Durchatmen: «Ich bin bereit.»

Für Peter Lenzin war die Vorpremiere wie eine Premiere: «Bereits zu Hause in Marbach sollte alles klappen.» Und wie! «Es war der Hammer. Spannend und kurzweilig. Ich bin begeistert», schwärmte etwa der unter anderem durch seine thematischen Lesungen bekannte, literaturbegeisterte Altstätter Hans-Peter Enderli.

Am 18. Mai feiert Peter Lenzin mit dem Soloprogramm Premiere in der Kellerbühne St. Gallen. Mit Michel Gammenthaler.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.