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WOLFHALDEN: Ende einer langen Tradition

In diesen Tagen hat sich der 1895 gegründete Verkehrsverein Wolfhalden (VVW) aufgelöst. Das Vereinsvermögen geht mit einer Auflage an die Gemeinde.
Peter Eggenberger
Vor dem nostalgischen Bild des damaligen Hotels Krone (heute Landgasthof) gruppieren sich Vorstands- und Revisionsmitglieder des aufgelösten VVW mit Ehrenpräsident Hans Sieber (links) und Gemeindepräsident Gino Pauletti (vierter von links). (Bild: Peter Eggenberger)

Vor dem nostalgischen Bild des damaligen Hotels Krone (heute Landgasthof) gruppieren sich Vorstands- und Revisionsmitglieder des aufgelösten VVW mit Ehrenpräsident Hans Sieber (links) und Gemeindepräsident Gino Pauletti (vierter von links). (Bild: Peter Eggenberger)

Peter Eggenberger

Seit dem vor fünf Jahren erfolgten Rücktritt des VVW-Vorstands war die örtliche Tourismus-Organisation inaktiv. Hauptgrund war das Fehlen der eigentlichen Aufgabe des Vereins, der gemäss Statuten den Fremdenverkehr in der Gemeinde zu fördern hatte.

Existierten früher in Wolfhalden Gasthäuser mit einem ansprechenden Angebot an Gästebetten, so hat sich deren Zahl mittlerweile stark reduziert. Über Gästezimmer verfügen heute nur noch der Landgasthof Krone und wenige Ferienwohnungen wie etwa im Haus Rätia. Zudem machte sich der VVW früher für intakte Wanderwege, Ruhebänke und Werbung stark. Heute werden diese Bereiche von höheren Stellen (Gemeindebauamt, kantonale Tourismusorganisation) abgedeckt.

Der Verein hat ein Vermögen von 27000 Franken

In seinem Grusswort erinnerte Gemeindepräsident Gino Pauletti an die Tatsache, dass sich niemand für ein Engagement in einem neuen Vorstand habe finden lassen. Ein Dankeschön richtete er an Markus Heil, der seine Aufgaben als VVW-Kassier weitergeführt und bis Ende 2017 den Einzug der Kurtaxen besorgt hat.

Mit dem am 1. Januar in Kraft getretenen kantonalen Tourismusgesetz sei jedoch auch diese VVW-Aufgabe hinfällig geworden. Revisor René Bänziger würdigte die diesbezügliche saubere Führung der Kasse, die ein Vereinsvermögen von rund 27000 Franken aufweist.

Eine Kommission waltet als VVW-Nachfolgerin

Nach kurzer Diskussion und dem von VVW-Ehrenpräsident Hans Sieber zum Ausdruck gebrachten Bedauern über das Ende einer langen Tradition beschlossen 18 von 19 Stimmberechtigten die Auflösung des Vereins. Das Vermögen wird der Gemeinde übergeben – mit der Auflage, eine Kommission zu bilden, die das VVW-Angebot der letzten Jahre weiterführt. Dazu gehören die Organisation der beliebten Anlässe wie Bundesfeier und Waldweihnacht. Denkbar sei die Realisierung weiterer Veranstaltungen, in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen wie Turnerriegen oder Lesegesellschaften.

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