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«Wohin geht die Reise?»

Dies war der Titel des Geschäftsberichtes der Grastrocknungs-Anlage Balgach AG aus dem Jahre 2000. In zwölf Jahren engagierter Tätigkeit als Präsident hat Stefan Britschgi in der Tröchni seine Spuren hinterlassen. An der GV trat er zurück.
Das Präsidium, von links: Gottlieb Ritter, Hermann Ritz, Bernhard Halter, Stefan Britschgi. (Bild: pd)

Das Präsidium, von links: Gottlieb Ritter, Hermann Ritz, Bernhard Halter, Stefan Britschgi. (Bild: pd)

Au/Balgach. An der 54. Hauptversammlung der Grastrocknungs-Anlage Balgach AG vom Mittwoch im Restaurant Engel in Au begrüsste Stefan Britschgi die Aktionäre und gab einen Rückblick über Höhen und Tiefen während der letzten Jahre.

Eine grosse Investition erfolgte bereits im Jahre 2000, als die Entladegrube für die Anlieferungen des Häckselgutes gemacht wurde. 2001 sorgte im Schlachtviehmarkt die zweite BSE-Krise und die Maul- und Klauenseuche in Grossbritannien für sinkenden Konsum. Der nasse Herbst 2002 machte deutlich, dass im Bereich Unterstände für Trockengut ein Manko besteht. So wurde beschlossen, das Vordach auf der Ostseite zu verlängern.

Ab 2003 wurde die CO2-Abgabe auf Brennstoffen zum Thema. Der Verwaltungsrat entschied, bei der Energie-Agentur der Wirtschaft mitzumachen und mit konkreten Zielvorgaben die Reduktion des Energieverbrauchs bis 2010 anzustreben. Dies zahlt sich heute aus. Die Anlage ist CO2-befreit. Ein neues Feuchtigkeits-Messgerät hilft, die optimale Feuchtigkeit der Trockenprodukte zu finden und wertvolle Substanzen im Futter zu erhalten und gleichzeitig Energie zu sparen.

2006 feierte die Grastrocknungs-Anlage Balgach AG ihr 50-Jahr-Jubiläum. Ein besonderer Jubilar war Hans Fehr, der nach 50 Jahren Geschäftsführung zurücktrat. Florian Kessler trat die Nachfolge an. Der langjährige Betriebsleiter und Trocknungs-Meister Gottlieb Ritter konnte wegen eines Augenleidens seine Funktion nicht mehr wahrnehmen. Armin Schmid überbrückte mit tatkräftigem Einsatz die personelle Lücke.

2009 wurden die Anlagen und Einrichtungen komplett revidiert. Eine zweite Würfelpresse kommt zum Einsatz.

Geschäftsverlauf 2010

Der Geschäftsgang war auch aufgrund des schlechten Sommers, der den Mais im Ertrag schlecht ausfallen liess, sehr bescheiden. Die Trocknungs-Mengen waren massiv (– 35%) tiefer als im Vorjahr. Der höhere Gaspreis und der höhere Gasverbrauch pro 100 Kilo haben die Rechnung zusätzlich belastet. Die Trocknungstarife müssen aufgrund gestiegener Energiekosten für das Jahr 2011 massvoll erhöht werden. Zur Erfüllung der Auflagen der Futtermittel-Verordnung, betreffend HACCP und Rückverfolgbarkeit, wurde die Anlage Balgach im letzten Herbst von der Firma Mabesa kontrolliert. Nach den Abschreibungen von 20 000 Franken auf Maschinen und Apparate resultiert ein ausgewiesener Verlust von 9868 Franken. Der Verwaltungsrat möchte auf eine Dividendenausschüttung verzichten. Alle Anträge der Finanzkontrolle wurden von der Versammlung einstimmig gutgeheissen.

Personelles und Ehrungen

Nach 31-jähriger Tätigkeit hat Gottlieb Ritter seine Anstellung infolge seines Augenleidens in der Tröchni beendet. Gottlieb Ritter hat im Frühjahr 1982 als Betriebsleiter-Stellvertreter von Edwin Haldner seine Arbeit aufgenommen. Nach dem Ausscheiden von Edwin Haldner übernahm Gottlieb Ritter die Betriebsleitung. Wir wünschen ihm für den nächsten Lebensabschnitt alle Gute.

Neu wird Markus Rohner, Obermäder, Rebstein, die Betriebsleitung übernehmen. Im letzten Herbst hat er die dazu nötigen Kenntnisse erworben. Unterstützt wird er dazu massgeblich von Hans Koller, der schon Ende der Saison 2010 dazugestossen ist. Armin Schmid wird nur noch zur Aushilfe zur Verfügung stehen. Hermann Ritz aus Berneck hat Ende Jahr seinen Rücktritt eingereicht. Er amtete die letzten Jahre als Vize-Präsident.

Nach zwölf Jahren Verwaltungsratspräsidium gab Stefan Britschgi sein Amt weiter. Der Verwaltungsrat schlug Aktionär Bernhard Halter aus Rebstein als neuen Präsidenten vor. Bernhard Halter stellte sich kurz vor. Er wurde von der Versammlung einstimmig gewählt.

Finanzen in Ordnung

Die Grastrocknungsanlage Balgach AG ist personell und maschinell gut aufgestellt. Die Finanzen sind in Ordnung. Die Herausforderungen für die Zukunft werden die Auslastung der Anlage und das Marktumfeld sein. (pd)

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