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Wo in Altstätten einst die Post war, soll bald ein Wohnblock stehen

Beim Geschäftshaus, in dem sich die Post befand, stehen Visiere für neue Wohnungen.

Gert Bruderer
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Im Geschäftshaus war bis vor sechs Jahren die Post eingemietet. Nun steht es fast leer. Was mit ihm geschieht, ist noch offen. Vorne soll ein Mehrfamilienhaus entstehen. Eine Tiefgarage besteht bereits und wurde früher von der Post genutzt.

Im Geschäftshaus war bis vor sechs Jahren die Post eingemietet. Nun steht es fast leer. Was mit ihm geschieht, ist noch offen. Vorne soll ein Mehrfamilienhaus entstehen. Eine Tiefgarage besteht bereits und wurde früher von der Post genutzt.

Bild: Gert Bruderer

Neben dem grossen Geschäftshaus stehen Visiere. Die Altstätter Huka Immobilien AG beabsichtigt, einen Wohnblock zu bauen. Dieser umfasst drei Stockwerke plus eine Attikawohnung. Der grosse Parkplatz kann für das Bauprojekt gut genutzt werden, weil die früher von der Post genutzte Tiefgarage frei geworden ist und dieser Tiefgarage die Erweiterung bevorsteht.

Das Geschäftshaus steht weitgehend leer

Was mit dem bestehenden Geschäftshaus geschehen soll, ist derzeit völlig offen. Belegt ist lediglich die (einzige) Wohnung im Gebäude. Alle anderen Räume dienten Geschäftszwecken und stehen schon länger leer.

Eine neue Lösung werde erarbeitet, sagt Hugo Kaufmann, Geschäftsführer der Huka Immobilien. Wie diese Lösung aussehen könne, werde erst geprüft. Um diesbezüglich freie Hand zu haben, seien für die Geschäftsräume in der jüngeren Vergangenheit keine Mieter mehr gesucht worden.

Fast neun Jahrzehnte hatte sich die Post im Altstätter Rathaus befunden, ehe sie 1991 an die Bahnhofstrasse zügelte. Ein grösserer Platzbedarf war der Grund für den Wechsel, ein schliesslich doch wieder geringerer Platzbedarf führte zur Rückkehr ins Städtli. Das war im November vor sechs Jahren.

Post, Denner und Café verschwanden

In dem knappen Vierteljahrhundert, das die Post an der Bahnhofstrasse zubrachte, herrschte in diesem Geschäftshaus reger Betrieb. Ausser der Post befanden sich ein Denner sowie ein grosses, beliebtes Café im Erdgeschoss. In den oberen Stockwerken waren u.a. Pro Senectute und die Tageszeitung «Der Rheintaler» eingemietet. Nach dem Wegzug der Post verliessen auch die anderen Mieter nach und nach das Gebäude.

Die Post war schon an mehreren Orten

Das erste «Postbureau» gab es in Altstätten vor bald 200 Jahren, ab 1831 befand es sich während vier Jahrzehnten im heutigen «Drei König», der damals allerdings «Kreuz» hiess, benannt nach dem einstigen Stadttor beim Rathaus, dem Kreuztor.

1881 zog die Post in den (einstigen) «Freihof» – also dorthin, wo jetzt Raiffeisen zu Hause ist. Ab 1903 befand sich die Post bis zum Umzug an die Bahnhofstrasse im Altstätter Rathaus.

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